Der Handelsimmobilien Report Nr. 406

 

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  • Investmentmarkt – Die Zahlungsbereitschaft der Käufer ist weiter gesunken: Handelsimmobilien wurden im Zuge der jüngsten Krise am Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien regelrecht nach oben gespült. Nachdem die Anlage-Klasse im Vorjahr auf den dritten Platz abgerutscht war, erreichte sie in einem – wenn auch schwachen Umfeld – in den ersten neun Monaten den ersten Platz. Diese positive Entwicklung in einem schwierigen Immobilienmarkt verdeutlich, dass einige Sub-Segmente wie Lebensmittelmärkte und vor allem Discounter von Krisenzeiten sogar profitieren. Zudem hat die Branche – im Gegensatz zu Büroimmobilien – einen wesentlichen Teil ihrer Marktbereinigungen, die etwa durch die Online-Konkurrenz ausgelöst wurden, bereits hinter sich. (Seite 2)
  • Expo Real Nachlese – Auf der Suche nach Neuorientierung in einer sehr unsicheren Lage: Nachdem mit den rasant steigenden Zinsen Mitte 2022 den Marktakteuren klar wurde, dass die Party am Immobilienmarkt vorbei ist, war auch bei der internationalen Immobilienmesse Expo Real in München mehr als ein Jahr später immer noch nicht klar, in welche Richtung sich der Markt bewegt und wie die Wertkorrekturen, die Preise und Renditen mittelfristig aussehen werden. Viele hoffen, dass Mitte 2024 klar wird, auf welchem Niveau sich die Marktzinsen einpendeln, so dass damit eine tragbare Entscheidungsgrundlage gegeben ist und der Transaktionsmarkt wieder anzieht. (Seite 6)
  • Karstadt-Filiale Harburg verkauft – Stadt Hamburg nutzt ihr Vorkaufsrecht: Ende Juni wurde die Karstadt-Filiale in Hamburg-Harburg geschlossen, so wie viele weitere der deutschen Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof. Von den fünf Hamburger Standorten hat es neben Harburg auch Wandsbek getroffen. Mönckebergstraße, Alstertal-Einkaufszentrum und Osterstraße in Eimsbüttel bleiben erhalten. Bekanntlich hatte Galeria Ende Oktober 2022 zum zweiten Mal in weniger als drei Jahren Rettung in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung suchen müssen. (Richter, Seite 9)
  • Innenstädte – Kunden legen viel Wert auf ein attraktives Erscheinungsbild: Die Pandemie und die damit einhergehenden Zwangsmaßnahmen haben Deutschlands Innenstädten stark zugesetzt und viele Probleme offengelegt. Viel wird seither in Experten-Runden über die Aufwertung der Innenstädte diskutiert. Wie die Kunden auf die Probleme schauen und was sie persönlich stört, hat der Handelsverband Textil, Schuhe, Lederwaren (BTE) nun durch Kundenbefragungen in 14 Städten und durch die Online-Befragung von 570 Personen versucht herauszufinden. (Seite 11)
  • Investmentmarkt Logistik – Interesse der Investoren steigt wieder: Die Eintrübung der Konjunktur hat auch im Markt für Industrie- und Logistikimmobilien deutliche Spuren beim Transaktionsvolumen hinterlassen. Zum Ende des dritten Quartals 2023 registrieren die Immobiliendienstleister wieder mehr Zuversicht und höhere Transaktionsvolumina. Bei der Preisfindungsphase ist eine Stabilisierung auszumachen, aber ob die Bodenbildung bei den Spitzenrenditen schon erreicht ist, bleibt vorerst offen. (Seite 13)
  • eCommerce – Amazon bestimmt Konsumverhalten: Egal ob Mode, Möbel oder Elektronik: Das Marktplatzgeschäft im Netz boomt. 73% der Konsumenten empfinden Marktplätze als einfachen und bequemen Anlaufpunkt für Onlinekäufe. In der Praxis bedeutet das in der Regel: Amazon. Der US-Internet-Riese ist für viele die erste Anlaufstelle – weit vor anderen etablierten Marktplätzen wie eBay, Zalando und Co., lokalen Marktplätzen oder neuen Anbietern mit Ware aus Asien wie Wish, Temu oder AliExpress. Dies sind Ergebnisse des neuen Trend Check Handel Vol. 8 des ECC KÖLN, der erstmals auch den Status quo des Online-Marktplatzgeschäftes untersucht. (Seite 16)
  • Top-Online-Shops – Der Höhenflug findet ein Ende: Nach dem Corona-bedingten Höhenflug 2020/2021 hat das kontinuierliche Wachstum des Online-Handels nach 15 Jahren im vergangenen Jahr ein abruptes Ende gefunden. So ermittelten das EHI Retail Institute und eCommerce DB in ihrer Studie „E-Commerce-Markt Deutschland 2023“ für die 1 000 umsatzstärksten B2C-Online-Shops einen Umsatzrückgang um 2,8% oder 2,2 Mrd. Euro auf 77,7 Mrd. Euro. In den ersten acht Monaten 2023 gingen die Erlöse des gesamten Internet- und Versandhandels laut Statistischem Bundesamt real um 4% zurück und legten nominal nur um 0,6% zu. (Seite 17)
  • Second-Hand-Markt – Die Bandbreite nimmt stetig zu: Nachdem bei Lebensmitteln das Thema Umwelt- und Tierschutz schon lange Beachtung findet, gibt es auch immer mehr Verbraucher, die sich Gedanken über das Thema Nachhaltigkeit bei Nonfood-Gütern, vor allem von Bekleidung, Gedanken machen. So ergab der jüngste Branchenbericht es IFH Köln, dass der Markt für Gebrauchtware hierzulande stetig wächst. Dabei wurde der Verkauf über Flohmärkte vermehrt ins Internet verlagert. Aber auch stationäre Geschäfte stocken ihr Angebot von Gebrauchtwaren auf. Zudem gibt es neue Trends bei der Wiederverwendung, wie das IFH Köln herausfand. (Seite 18)