Deutsche Hypo setzt auf „Qualitatives-Neugeschäft“

1.Mai 2014   

Die Deutsche Hypo, ein Unternehmen der Nord/LB, konnte im vergangenen Jahr mit 64,3 Mio. Euro ein Rekordergebnis einfahren. Im Vorjahr waren es ncoh 50,4 Mio. Euro. Besonderes Augenmerk legte Vorstandssprecher Andreas Pohl auf der PK in Frankfurt auf den Zinsüberschuss, der trotz um 500 Mio. Euro gesunkenen Bestandes um 0,3% auf 210,4 Mio. Euro gesteigert werden konnte. Auch die gesunkenen Verwaltungsaufwendungen (69,9 Mio. Euro; -4,5%) trugen zum guten Ergebnis bei. Lediglich das Risikoergebnis fiel mit -83,2 Mio. Euro um 15% schlechter aus als noch 2012. Grund sind lt. Pohl belastende Effekte auf dem Kapitalmarktgeschäft u.a. aus dem Rückkauf von eigenen Wertpapieren. „Dadurch konnten wir jedoch die Zinslast der Zukunft senken“, so Pohl. Zudem wurden im Risikoergebnis die veränderungen von Vorsorgereserven abgebildet.

Knapp 2,7 Mrd. Euro echtes Neugeschäft machten die Hannoveraner im letzten Jahr. Darunter 800 Mio. Euro für Projektentwicklungen. Zuzüglich 2 Mrd. Euro Prolongationen. In diesem Jahr will die Mannschaft um Pohl 3 Mrd. Euro Neugeschäftvolumen machen. Dabei betont Pohl, dass es ihm vor allem auf qualitatives Neugeschäft ankommt. Darunter versteht Pohl vor allem Objekte ohne Widervermietungsschwierigkeiten. Dabei steht vor allem Risikoaversion ganz oben auf der Check-liste. Auch wenn die Banker den Markt etwas schrumpfen lassen, so glaubt Pohl trotzdem an die 3 Mrd. Euro Neugeschäft.

Pohl will die Bank vor allem in know-how und Servicebereich weiter bringen. Dazu gehört auch die Mitarbeiterstruktur, die mehr auf Immobilienexpertise als auch Bankenexpertise ausgerichtet werden soll. Dabei bleibt der deutsche Markt im Fokus. Zwei Drittel des Umsatzes soll aus der BRD kommen während die Zielmärkte im Ausland Frankreich, Benelux, UK und Polen sein sollen. Nachdem das Spanien Experiment im letzten Jahr eingestellt wurde, glauben die Hannoveraner an den polnischen Immobilienmarkt. Im Zusammenspiel mit neuen Finanzierern wie Versicherungen und Pensionskassen sieht sich die Deutsche Hypo als Arrangeur.

Die Deutsche Hypo, die auf Finanzierung von Gewerbeobjekten fokussiert ist, sieht auf dem deutschen Immobilienmarkt gerade für Investment weiter rosige Zeiten, die noch mind. 2 Jahre andauern werden. Danach erwartet Pohl ein abflauen des Zyklus. Bis dahin wird sich die Bank auch vermehrt Refurbishment Objekte anschauen. Gerade in diesem Segment sieht die Deutsche Hypo einen enormen Bedarf an Finanzierungen.

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