DIW: Ermittlungsverfahren wegen Untreue eingeleitet

9.Februar 2010   

Kategorie: News

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat gegen das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Untreue eingeleitet. Anlass ist der Bericht des Landesrechnungshofes Berlin, der dem DIW „Verschwendung, Schlamperei und Ignoranz“ vorwirft. Genau geht es summa summarum um sieben Millionen Euro, die so dem Land Berlin verloren gegangen sein sollen. Die Rechnungsprüfer legen dem Senat nahe, das Geld zurückzufordern. Das will dieser am Mittwoch entscheiden. Das DIW erhält jährlich etwa 13 Millionen Euro, die je zur Hälfte vom Bund und dem Land Berlin stammen.

Pikanterie am Rande: Diese Angelegenheit kommt für das Institut höchst ungelegen. Im Jahr 2007 war es aus dem Kreis der renommierten Wirtschaftsinstitute, die die Frühjahrs- und Herbstgutachten für die Bundesregierung erstellen, ausgeschlossen worden. Nun soll in dieser Woche neu entschieden werden.

Das Institut will die Vorwürfe aufklären helfen und ist mit seinem Präsidenten Klaus Zimmermann an der Spitze überzeugt, dass „die Ausgangspunkte des Ermittlungsverfahrens unberechtigt und falsch sind“.

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