duisport-Gruppe mit deutlicher Umsatz- und Ergebnissteigerung

 

v.l.n.r. (©duisport/Köppen):

v.l.n.r. (©duisport/Köppen):
Markus Bangen (Mitglied des Vorstands), Erich Staake (Vorsitzender des Vorstands), Prof. Thomas Schlipköther (Mitglied des Vorstands)

Die duisport-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2014 eine Gesamtleistung von 198 Mio. Euro erwirtschaftet. Damit stieg die Leistung inklusive der Umsätze aus strategischen Beteiligungen gegenüber dem Vorjahr um rund 13% (2013: 175 Mio. Euro) und erreichte einen Höchstwert. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) konnte mit 35 Mio. Euro das Niveau aus 2013 (30 Mio. Euro) sogar um rund 17% gesteigert werden. Das Ergebnis vor Ertragssteuern erreichte mit 14 Mio. Euro ebenfalls ein neues Rekordergebnis (2013: 12 Mio. Euro). „Zur sehr guten Gesamtleistung der duisport-Gruppe haben alle drei Geschäftsbereiche beigetragen.Trotz eines preislich schwierigen Marktumfeldes im Logistik- und Verpackungsbereich, ist es gelungen mit vielen Prozessverbesserungen die Gesamtrendite der Unternehmensgruppe zu steigern. Unser integriertes Dienstleistungsportfolio stellt somit weiterhin die Basis für eine stabile Ergebnisentwicklung“,betont Erich Staake, Vorsitzender des Vorstands der Duisburger Hafen AG, anlässlich der diesjährigen Bilanzpresskonferenz.

 Die drei Geschäftsbereiche der duisport-Gruppe – Infra- und Suprastruktur, Verkehr und Logistische Dienstleistungen sowie Verpackungslogistik – konnten 2014 jeweils ihr Geschäftsvolumen steigern. Während der Geschäftsbereich Infra- und Suprastruktur seine Umsätze um 4% auf rund 48 Mio. Euro (2013: 46 Mio. Euro) verbessern konnte, wuchsen die Umsätze im Bereich logistische Dienstleistungen um rund 11% auf 60 Mio. Euro (2013: 54 Mio. Euro). Der Umsatzzuwachs in diesem Geschäftssegment resultiert im Wesentlichen aus dem Automotive-Geschäft, aus dem Ausbau der Aktivitäten auf der Kohleninsel sowie aus höheren Umschlagmengen im KV-Terminal logport III.

 Die Verpackungslogistik erreichte einen Umsatz von 72 Mio. Euro – ein Plus von 24% gegenüber dem Vorjahr (2013: 58 Mio. Euro). Neben der erstmalig vollständigen Einbeziehung der neu erworbenen Weinzierl-Gesellschaften konnten in diesem Segment bestehende Kundenbeziehungen ausgebaut und neue Kunden hinzu gewonnen werden.

 Im Geschäftsjahr 2014 hat die duisport-Gruppe Investitionen in Höhe von rund 17 Mio. Euro getätigt (2013: 50 Mio. Euro). Der Schwerpunkt lag dabei auf den Erweiterungen der Umschlag- und Terminalkapazitäten.

 Erfreulich ist auch die Mitarbeiterentwicklung bei der duisport-Gruppe. So konnte im Laufe des Jahres erstmals die Marke von 1.000 Mitarbeitern überschritten werden. Damit hat sich das Beschäftigungsniveau im Vergleich zum Vorjahr (920 Mitarbeiter) um rund 9 % erhöht.

 „Qualifizierte und engagierte Mitarbeiter sind der Garant für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Wir sind daher zuversichtlich auch in 2015 an das hervorragende Ergebnis des abgelaufenen Jahres anknüpfen zu können“, so Staake.

 
Leistungssteigerung auf allen Verkehrsträgern

Der Gesamtgüterumschlag aller Duisburger Häfen betrug im vergangenen Jahr 131[1]Mio. t (2013: 123 Mio. t). Die Zunahme resultiert aus der umschlagbezogenen Steigerung der privaten Werkshäfen sowie aus der Mengensteigerung der duisport-Gruppe.

 Der Gesamtgüterumschlag in den Häfen der duisport-Gruppe erreichte mit 65 Mio. t (2013: 62 Mio. t) einen Höchstwert. Mit Bahn und Schiff wurden hier 2014 insgesamt 33 Mio. t umgeschlagen – nach 31 Mio. t in 2013. Sowohl der Bahnumschlag mit 17 Mio. t (2013: 16 Mio. t) als auch der Schiffsumschlag mit 16 Mio. t (2013: 15 Mio. t) konnten das Vorjahresniveau übertreffen.

 Besonders erfreulich ist das Ergebnis im Kombinierten Verkehr. So wuchs der Containerumschlag um 13 Prozent auf 3,4 Mio. TEU (2013: 3 Mio. TEU). „Im Containerbereich verzeichnen wir ein zweistelliges Wachstum bei allen Verkehrsträgern. Auch in 2015 wollen wir unseren Marktanteil wie in den letzten Jahren weiter ausbauen“, so Staake.

 Die positive Entwicklung in 2014 beruht maßgeblich auf den erfolgreichen Investitionen der letzten Jahre, den damit verbundenen Ansiedlungen internationaler Kunden sowie auf dem nachfragebasierten Ausbau der Terminal- und Umschlagkapazitäten im Duisburger Hafen.

 

Erweiterung der Umschlagskapazitäten auf 5 Mio. TEU

 Im Jahr 2014 wurden die Terminal- und Umschlagkapazitäten auf den linksrheinisch gelegenen Logistikzentren logport I und logport III weiter ausgebaut. Neben dem Ausbau der Bahninfrastruktur und einer Erweiterung der Umschlag- und Depotfläche um insgesamt 13 ha wurden vier neue Containerbrücken in Auftrag gegeben. Der letzte Bahnkran wird seinen Betrieb auf logport III im Juni aufnehmen. Dann befinden sich insgesamt 21 Containerbrücken im Duisburger Hafen im Einsatz bei einer Umschlagkapazität von insgesamt 5 Mio. TEU.

 „Der Kombinierte Verkehr wird auch in Zukunft der wesentliche Wachstumstreiber im Duisburger Hafen sein. Durch den nachfrageorientieren Aus- und Neubau der Terminalkapazitäten schaffen wir die Bedingungen für weiteres Wachstum. Damit können wir unsere Position als größter Containerumschlagplatz in Zentraleuropa weiter ausbauen“, so Staake.

 Weitere Maßnahmen, wie das in den letzten Jahren von duisport aufgebaute Hub-Konzept für Kunden aus der Logistik- und der verladenen Wirtschaft, stärken darüber hinaus die Attraktivität des Standorts. „Das Beispiel des niederländischen Bahnoperateurs DistriRail, der duisport inzwischen als zentralen Hub zur Verteilung seiner Waren ins europäische Hinterland nutzt, unterstreicht diese positive Entwicklung.“

 
Erfolgreiche Vermarktung wird fortgesetzt

 Insgesamt konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr mit rund 232.000 m² (2013: 265.000 m²) eine ähnlich hohe Vermarktungsleistung wie im Vorjahr erreicht werden. Nachdem im Jahr 2013 eine erste rund 60.000 m² große Teilfläche auf der durch die duisport-Gruppe übernommenen Kohleninsel für den Importkohleumschlag wieder aktiviert wurde, konnte die Nutzfläche zum Jahresbeginn 2014 auf 125.000 m² mehr als verdoppelt werden. Im Oktober 2014 wurde zudem eine langfristige Partnerschaft mit der HMS Bergbau AG Coal Division (HMS) über die Weiterentwicklung der Kohleninsel geschlossen. Bis zu 500.000 t Kohle sollen hier künftig zusätzlich pro Jahr umgeschlagen werden.

 Im März 2014 hat der langjährige Kunde NYK / Yusen Logistics ein neues 26.000 m² großes Logistikzentrum auf logport I bezogen. Für NYK / Yusen Logistics ist dies bereits die vierte Erweiterungsstufe.

 Im April 2014 fand der Spatenstich für den Bau eines neuen rund 15.000 m² großen Zentrallagers der Firma Benteler Distribution statt. Nach Fertigstellung verfügt Benteler in Duisburg dann über Europas größte Hochregalanlage mit einer Fläche von 35.000 m² und einer Kapazität von 20.000 t Rohre. Der Bau soll im 2. Quartal 2015 abgeschlossen werden.

 „Die Zukunftsperspektive dieser Region liegt in der effizienten Vernetzung von Industrie und Logistik. Mit der Entwicklung weiterer Gewerbe- und Logistikflächen in der Rhein/Ruhr-Region werden wir unseren Kunden auch in den kommenden Jahren eine optimale Anbindung an die multimodale Logistikdrehscheibe duisport bieten“, so Staake.

 
Ausbau des internationalen Engagements

 In 2014 hat die duisport-Gruppe ihr internationales Leistungsangebot weiter ausgebaut. Vor allem im Bereich der Verpackungslogistik forcierte die duisport-Gruppe die Erschließung neuer Märkte für ihre Kunden. So wurde im Jahr 2014 der Fokus auf den Ausbau der Aktivitäten in Süddeutschland gelegt. Außerdem wurden die Aktivitäten in China und Indien schrittweise weiterentwickelt. Anfang 2014 ist zudem ein neuer Standort in Rotterdam in Betrieb genommen worden. Damit ist die duisport packing logistics (dpl) inzwischen an 20 Standorten in sechs Ländern vertreten und unterstützt so optimal ihre Kunden aus dem Maschinen- und Anlagenbau bei der Bündelung und logistischen Optimierung ihrer Warenströme.

 Gemeinsam mit verschiedenen Bahnoperateuren konnte duisport im abgelaufenen Jahr die transkontinentalen Zugverbindungen nach China weiter ausbauen. So verkehren inzwischen bis zu vier Züge pro Woche zwischen Duisburg und verschiedenen Destinationen in China, u.a. Shanghai, Peking und Chongqing. Insbesondere die Automobilindustrie nutzt die Zugverbindung Richtung China, um Automobilkomponenten zu den dortigen Produktionsstätten zu transportieren. Seit August 2014 verkehren darüber hinaus Züge mit Fertigfabrikaten deutscher Premiumhersteller zwischen Duisburg und Chongqing.

„Die Wachstumsmärkte in Asien sowie in unserer europäischen Nachbarschaft sind für uns sehr interessant. Auch in Südosteuropa sind Engagements vorstellbar“, so Staake abschließend.



[1] vorläufige Zahl