Einmalige Chance für Berlin – Der Siemens-Campus kommt

31.Oktober 2018   
Kategorie: News

Weder Asien noch die USA: Der neue Innovationscampus von Siemens wird in Berlin entstehen. In Forschung, Produktion und Wohnungen will der Konzern insgesamt 600 Mio. Euro investieren. Diese Standort-Entscheidung hat Siemens getroffen, mit der Landesregierung wurde am 31. Oktober 2018 in Berlin eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.

600 Millionen Euro für einen Campus

Im Sommer waren die Pläne von Siemens bekannt geworden, bis zu 600 Millionen Euro in einen Innovationscampus investieren zu wollen. Siemens hatte damals angekündigt, das Projekt auch international auszuschreiben. Der Immobilienbrief Berlin berichtete ausführlich.

Der Berliner Senat hatte daraufhin begonnen, sich intensiver mit den Plänen von Siemens zu beschäftigen. Insbesondere verlangte das Unternehmen Erleichterungen im Bereich des Denkmalschutzes, eine schnelle Anbindung an das Internet und eine moderne Verkehrsinfrastruktur.

Stadt sichert schnelles Internet und Straßenausbau zu

Mehrfach hatte sich Berlins Regierender Bürgermeister Müller mit Siemens-Vertretern getroffen, um Details für den geplanten Campus zu besprechen. Als Ergebnis schickte der Senat Anfang Oktober ein Eckpunktepapier nach München, das als Grundlage für die Entscheidung des Siemensvorstandes gelten sollte und nun vielleicht auch hat.

Darin sicherte die Stadt ein schnelles Internet sowie einen Straßenausbau in Siemensstadt zu. Auch beim größten Problem, dem Denkmalschutz, ist der Senat dem Konzern entgegengekommen. Siemens darf im Inneren der geschützten Gebäude in Siemensstadt bauen wie gewünscht, lediglich die Fassaden und die Dächer sollen bleiben wie sie sind.

Siemensstadt soll „Ankerpunkt“ werden

Zum genauen Inhalt des Eckpunktepapiers war Vertraulichkeit vereinbart worden. Michael Müller (SPD) stellte damals lediglich fest, mit dem Papier sei die Möglichkeit verbunden, die Siemensstadt in Berlin „wieder zu einem Ankerpunkt“ für einen wettbewerbsfähigeren Wirtschaftsstandort Berlin zu machen.

Nach einem Konzeptentwurf sollen in Spandau auf knapp einem Quadratkilometer Büros, Forschungslabors, Hightech-Produktionsanlagen, ein Hotel, eine Schule und Einzelhandel untergebracht werden. Geplant ist, Start-up-Firmen auf dem Gelände anzusiedeln, außerdem soll es dort Mietwohnungen geben.

 

 

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