Knight Frank Tech City Index ermittelt die 15 wichtigsten Technologiestädte der Welt: Berlin als einzige deutsche Stadt auf Platz 11

21.November 2018   

Kategorie: News

Die nächste Technologiewelle – wozu künstliche Intelligenz, Robotik und Automatisierung gehören – wird auf den weltweiten Immobilienmärkten zwei wichtige Trends vorantreiben.

Erstens wird sie eine starke Nachfrage sowohl von etablierten als auch von aufstrebenden Tech-Unternehmen hervorbringen, da diese ihre Marktanteile in den neuen Nischen erhöhen wollen. Die Nachfrage des Technologiesektors wird also weiterhin weltweit die Vermietungsmärkte entscheidend mitbestimmen.

Zweitens wird der Innovationsgedanke auf eine Vielzahl von Unternehmen aus einem breiten Branchenspektrum überschwappen, die einen Wettbewerbsvorteil durch die Anwendung von neuen Technologien erzielen wollen. Damit wird die technologische Disruption auch weiterhin eine hohe Nachfrage am Markt erzeugen – dieses gilt sowohl für die nächste Technologiewelle als auch für die digitale Revolution.

Vor diesem Hintergrund werden sowohl Tech-Unternehmen als auch Firmen, die durch die neuen Technologien stark in ihrem Geschäftsmodell beeinflusst werden, große Anstrengungen unternehmen. Ihr Ziel wird es sein, jene Tech-Experten für sich zu gewinnen, die in der Lage sind, das Wachstum voranzutreiben, den technologischen Wandel umzusetzen und zukunftsfähige Organisationen zu etablieren.

Unternehmen müssen daher auf der weltweiten Landkarte jene Standorte identifizieren, an denen sowohl innovative Technologien als auch kreative Talente zusammenkommen. Und sie werden sich zunehmend dort ansiedeln, um sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.

Diesen Prozess der Standortidentifikation will der Knight Frank Tech City Index unterstützen. Mit sechs unterschiedlichen Analysekategorien hat das internationale Immobilienberatungsunternehmen Knight Frank die 15 wichtigsten Technologiestädte der Welt ermittelt (siehe Grafik).

Diese Städte stehen ganz oben auf der Liste potenzieller Standorte für diejenigen, die Zugang zu Spezialisten suchen, die in den kommenden fünf Jahren die nächste Technologiewelle vorantreiben und implementieren werden. Diese Städte verfügen über die Arbeitskräfte, die die Unternehmensumwandlung am besten unterstützen können.

Hierzu kommentiert Ole Sauer, Managing Partner von Knight Frank und verantwortlich für den Berliner Standort: „Es ist nicht verwunderlich, dass Berlin unter den wichtigsten Technologiestädte an Position 11 weltweit steht. Die Branche hat bereits in den zurückliegenden drei Jahren den Berliner Immobilienmarkt entscheidend beeinflusst. So konnte die Tech-Industrie klar definierte Entwicklungsgebiete prägen, nicht zuletzt ein Indiz hierfür ist die heute stark nachgefragte Mikrolage MediaSpree.“ Weiter führt Ole Sauer aus, dass „viele Jahre die hervorragende Infrastruktur Berlins sowie das stetige Wachstum der Start-up Szene nur als Begleiterscheinung angesehen wurde. Heute sind dies die beiden wichtigsten Kriterien im Gesamtranking. Ich bin mir sicher, dass Berlin das Potential für eine Position in den Top 6 hat und dies nicht erst in fünf Jahren, was die ungebremst starke Nachfrage von Tech-Unternehmen zeigt.“

„Frankfurt als erfolgreicher internationaler Fintech-Standort ist auf einem guten Weg. Wir haben das Fintech-Zentrum im Frankfurter Hochhaus Pollux begleitet, aus dem heraus zahlreiche Start-ups den Markt erobern“, sagt Lukas Kasperczyk, Managing Partner bei Knight Frank in Frankfurt. „Zudem öffnet sich die bisher bankenlastige und durch Finanzdienstleister und Berater geprägte Main-Metropole zusehends für moderne Arbeitswelten. Das zeigt sich auch an den großflächigen Anmietungen der bereits etablierten Co-Working Unternehmen, deren Flächen stark von Tech-Unternehmen nachgefragt werden. Aus unserer Sicht wird Frankfurt zukünftig auch aufgrund seiner zentralen Lage in Europa und seiner Internationalität mehr und mehr als Digital Hub in den Fokus rücken.“

„München weist seit Jahrzehnten eine hohe Spezialisierung in der IT- und Telekommunikation-Branche auf und beschäftigt die entsprechenden Talente in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik“, so Daniel Czibulas, Managing Director bei Knight Frank und für die Bürovermietung am Standort München verantwortlich. „Hinzu kommen renommierte Universitäten und attraktive Arbeitgeber – damit gilt München weiterhin als einer der bedeutendsten deutschen Tech-Hubs.“

Der Knight Frank Tech City Index basiert auf sechs für Technologiestandorte entscheidende Schlüsselfaktoren:

Bildungsinfrastruktur: Die Konzentration weltbekannter akademischer Einrichtungen, die sich innerhalb von 60 Kilometern Entfernung vom Zentrum befinden und eine internationale Ausrichtung haben sowie erstklassige Forschung und starke Geschäftsbeziehungen vereinen.

Technik- und Kreativtalente: Die Präsenz technologisch versierter Spezialisten, insbesondere mit starkem Fokus auf Forschung und Entwicklung.

Eine Kultur für die nächste Technologiewelle & Start-ups: Die Fähigkeit der Stadt, kontinuierlich neue Unternehmen hervorzubringen und sie zu pflegen, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung neuer Technologien.

Tech-basiertes Wachstum: Der Einfluss von Technologie auf das zukünftige Wirtschaftswachstum in der Stadt.

Innovationsfähigkeit: Die Fähigkeit einer Stadt, Innovationen als Teil ihrer wirtschaftlichen Entwicklung zu implementieren und voranzutreiben.

Smart City-Infrastruktur: Inwieweit begeistert sich eine Stadt für Technologie und nutzt sie für ihre Stadtverwaltung und um effizienter zu werden.

Scores und Rankings wurden für jeden Faktor berechnet und anschließend zu einem globalen Tech City-Ranking zusammengefasst.

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