Land Berlin: Steuernachzahlungen aus Selbstanzeigen in dreistelliger Millionenhöhe

Das Land Berlin konnte von 2010 bis 2013 Steuernachzahlungen infolge von Selbstanzeigen in Höhe von bislang insgesamt 136 000 000 Euro verzeichnen. Das geht aus der Antwort der Senatsverwaltung für Finanzen auf eine Kleine Anfrage der SPD im Abgeordnetenhaus Berlin hervor.

Berlin hat sich im Jahr 2010 an den Kosten eines Ankaufs, im Jahr 2011 an den Kosten zweier Ankäufe und im Jahr 2012 an den Kosten eines Ankaufs von Steuersünder-Dateien beteiligt. Insgesamt beliefen sich die dem Land Berlin seit 2010 mitgeteilten Kosten für den Ankauf auf rund 7,7 Mio. Euro. Sie wurden hälftig auf Bund und Länder aufgeteilt, wobei das Land Berlin entsprechend dem sog. Königsteiner Schlüssel einen Anteil von rund 195.000 Euro übernommen hat. Es hat sich im Jahr 2010 mit rund 62.900 Euro, im Jahr 2011 mit rund 42.400Euro€ und im Jahr 2012 mit rund 89.700 Euro beteiligt.

Im Zusammenhang mit Geldanlagen in der Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein wurden im Jahr 2010 854, im Jahr 2011 193, im Jahr 2012 303, im Jahr 2013 966 und seit 2010 insgesamt 2.316 Selbstanzeigen erstattet (Stand 31.12.2013).