Lone Star verkauft das historische Prinzessinnenpalais Unter den Linden in Berlin

18.Februar 2014   

Quelle: visit berlin

Quelle: visit berlin

Die TLG IMMOBILIEN GmbH bzw. Lone Star (der Investor hatte die TLG Immobilien im Jahr 2012 in einem Share Deal vom Bund gekauft, Kaufsumme : 1, 1 Mrd. Euro) hat das Berliner Prinzessinnenpalais nach einem „intensiven Bieterwettbewerb“ an einen privaten Investor veräußert. Die Unterzeichnung des Kaufvertrages sowie die Übergabe des Objektes an den neuen Eigentümer erfolgten noch 2013.  Das wird heute am 18. Februar 2014 bekannt.

 

Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude liegt am Prachtboulevard Unter den Linden, direkt gegenüber vom Deutschen Historischen Museum und der Neuen Wache.

 

„Neben dem kürzlich erfolgten Erwerb eines Geschäftsgebäudes in Berlin-Tiergarten haben wir zuletzt auch die Marktgelegenheit genutzt, das traditionsreiche Prinzessinnenpalais zu verkaufen. Dies ist ein weiterer Schritt, unser Portfolio auf klassische Gewerbeimmobilien zu konzentrieren“, erläutert Niclas Karoff, Geschäftsführer der TLG . Das renovierungsbedürftige Prinzessinnenpalais beherbergte bis Ende 2012 verschiedene gastronomischen Einrichtungen, zuletzt das „Operncafé“.

Zukünftig will sich die TLG auf die Asset-Klassen Einzelhandel und Büro fokussieren und ihr Portfolio-Strategie hinsichtlich der Regionalität noch stärker auf Berlin und die wirtschaftlichen Kernregionen in Ostdeutschland konzentrieren.

 

Zum Prinzessinnenpalais

Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude des Prinzessinnenpalais entstand zwischen 1733 und 1737. Der preußische Architekt Friedrich Wilhelm Diterichs schloss zwei bestehende Gebäude zu einem neuen Palais zusammen. 1811 wurde das Gebäude durch Heinrich Gentz durch einen Kopfbau ergänzt, so dass es sich bis zur Straße Unter den Linden hin erstreckte. Karl Friedrich Schinkel verband es ebenfalls 1811 mittels eines Schwibbogens mit dem benachbarten Kronprinzenpalais.

Dieser Umbau war die Geburtsstunde des Namens „Prinzessinnenpalais“, denn von nun an war es das Zuhause für die Töchter König Friedrich Wilhelms III, Charlotte, Alexandrine und Luise von Preußen. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Prinzessinnenpalais fast vollständig zerstört und von 1960 bis 1962 wieder aufgebaut und beherbergte bis Ende 2012 verschiedene gastronomische Einrichtungen.

Noch im Jahr 2011 wurde Kaufinteressenten eine Absage erteilt. „Solch ein Sahneschnittchen verkauft man  nicht“, hieß es bei der TLG noch vor dem Verkauf an die Heuschrecke. Doch das der neue Investor, der noch nicht wie üblich genannt werden will,sorgsam mit dem städtebaulichen Kleinod umgeht, ist sich die TLG sicher, zumal das Gebäude nicht nur unter Denkmalschutz steht, sondern auch unter die Gestaltungssatzung des Boulevards Unter den Linden fällt.

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