Energiewende in der Praxis – Dezentralität als Erfolgsfaktor

Die Verbesserung der Energieeffizienz und die Ausnutzung vorhandener Ressourcen spielt bei der Energiewende eine bedeutende Rolle. Am Beispiel der Sporthochschule Kamen-Kaiserau, am Rande des Ruhrgebiets, zeigte die RWE Energiedienstleistungs GmbH, wie man mit Dezentralität und Investition in die Zukunft bis zu 20% Einsparpotential heben konnte.

Einbau eines BHKW

Einbau eines BHKW

Die Sportschule Kamen-Kaiserau ist das Zentrum für den Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen. Zu diesem gehören über 2.300 Vereine und 6,8 Mio. Mitglieder. Das moderne Zentrum verfügt über ein eigenes Sporthotel sowie moderne Sportanlagen. 2006 wurde die Sportschule zum SportCentrum Kamen Kaiseraus umfunktioniert. Um auch energetisch für die Zukunft und den Unterhalt der Anlagen gewappnet zu sein, da die Anlagentechnik noch teilweise aus den 80er Jahren stammte, hat das SportCentrum gemeinsam mit RWE ein Energiekonzept auf den Weg gebracht, dass die Benchmark auch für weitere Projekte setzen soll.

Das Sportzentrum erhielt ein Blochheizkraftwerk (BHKW) mit einem Wirkungsgrad von 90-95%. Das Einsparpotential beträgt bis zu 20%, wobei die Anlage neben Strom auch Wärme produziert, die ebenfalls genutzt wird. Positiver Nebeneffekt: Bis zu 200 Tonnen CO² werden so eingespart. Die RWE ED übernimmt für 10 Jahre das Management der Anlage. Für die Hochschule, die die Anlage aus liquiden Mitteln finanziert, rechnet sich die Anlage nach ca. 10 Jahren. Das SportCentrum hat so die nachhaltige, ökologische und sichere Wärmeerzeugung gewährleistet.

Genau das ist auch das Kerngeschäft der RWE Energiedienstleistungen GmbH (RWE ED). Als Unternehmen im Gesamtverbund der RWE Gruppe, gehört es zu den Hauptaufgaben der RWE ED, seine Kunden energetisch für die Zukunft vorzubereiten. „Wir stellen uns den Herausforderungen der Energiewende sowie den veränderten Bedürfnissen und Anforderungen unserer Kunden“, so Dr. Arndt Neuhaus, Vorstandsvorsitzender der RWE Deutschland AG. „Zunehmend haben Kunden den Anspruch, ihre benötigte Energie selbst zu produzieren, um so unabhängiger zu werden und die Zukunft ihrer Energieversorgung selbst zu gestalten“, ergänzt Neuhaus. Die RWE ED sieht in vielen Bereichen der Immobilienwirtschaft Einsparpotentiale. So ist auch ein Quartierkonzept für die Wohnungswirtschaft denkbar. „Die Themen sind sehr unterschiedlich und sehr komplex. Es gibt kaum ein Projekt, das wir nicht realisieren können“, so Dr. Markus Mönig, technischer Geschäftsführer der RWE ED (Foto). Die Zukunft sieht RWE ED in der dezentralen Versorgungslösung mit hocheffizienter Technik und dem Einsatz regenerativer Energiequellen. Seit den 60er Jahren versorgt RWE ED rd. 80.000 Endkunden mit Wärme aus dezentralen Fernheizwerken. Derzeit wird alle 10 bis 14 Tage eine neue Anlage in Betrieb genommen. (AE)

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