GSW gleicht Portfoliorückgänge mit Mieterhöhungen aus

30.August 2011   

Die GSW hat im ersten Halbjahr ein Ergebnis aus Vermietung und Verpachtung von 69,6 Mio. Euro erzielt. Das sind 1,3 Mio. Euro weniger als 2010. Das Portfolio sank um 450 Wohnungen. 

„Dass wir mit einer geringeren Zahl von Wohneinheiten ein nahezu unverändertes Ergebnis aus Vermietung und Verpachtung erzielt haben, verdanken wir zum einen der niedrigen Leerstandsquote unseres Portfolios, die im Bereich Wohnen per 30. Juni 2011 bei 3,8 Prozent lag. Zum anderen ist die Ist- Nettokaltmiete im Bereich Wohnen gegenüber der Vorjahresperiode von 4,88 Euro auf 4,94 Euro pro Quadratmeter gestiegen“, erläutert Andreas Segal, Finanzvorstand der GSW. Das Ergebnis aus der Veräußerung von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien stieg auf 2,6 Mio. Euro (1. Halbjahr 2010: 0,8 Mio. Euro).

Die deutliche Steigerung des operativen Ergebnisses (EBIT) von 43,0 Mio. Euro auf 76,8 Mio. Euro erklärt sich neben der positiven Entwicklung des operativen Geschäfts auch durch Erträge in Höhe von 25,4 Mio. EUR, die überwiegend aus dem Verkauf des Kabelnetzes resultierten. Nach Bereinigung um einmalige Effekte – insbesondere Erlöse aus dem Verkauf der BMH sowie Kosten im Zusammenhang mit dem im April 2011 erfolgten Börsengang – erzielte die GSW ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtesdas mit 59,1 Mio. Euro nahezu unverändert auf dem Niveau der entsprechenden EBITDA), Vorjahresperiode (59,7 Mio. Euro) lag.

Insgesamt lag das Konzernergebnis der GSW im ersten Halbjahr 2011 mit 36,9 Mio. Euro deutlich über dem Ergebnis des ersten Halbjahres 2010 (5,8 Mio. Euro). Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich auf Basis der aktuellen Aktienanzahl von 41,052 Mio. Aktien auf 0,90 Euro (Vorjahresperiode: 0,14 Euro).

Die für die Dividendenzahlung relevante Kennzahl FFO I (Funds from Operations, ohnelag im ersten Halbjahr 2011 bei 29,0 Mio. Euro (Vorjahresperiode: 38,6 Vertriebsergebnis) Mio. Euro) und entsprach damit den Erwartungen der GSW für diesen Zeitraum. Auf der Basis von 41,052 Mio. Aktien errechnet sich für den Berichtszeitraum ein FFO I je Aktie von 0,71 Euro. Angesichts der positiven Entwicklung des operativen Geschäfts bestätigt der Vorstand der GSW seine bereits veröffentlichte Prognose, im Gesamtjahr 2011 einen FFO I zwischen 54 und 59 Mio. Euro zu erzielen.

Hierzu wird auch ein moderates Mieterhöhungspotenzial aufgrund des neuen Berliner Mietspiegels beitragen. Die Mittelwerte der Mietspiegelmieten erhöhten sich von 4,83 Euro pro Quadratmeter 2009 auf 5,21 Euro pro Quadratmeter 2011 und damit um rund 7,9 Prozent. Die Auswertung und Implementierung aus dem neuen Berliner Mietspiegel 2011 für die GSW ist abgeschlossen. Für ca. 15.000 Wohnungen ergibt sich hieraus ein Mieterhöhungspotenzial von ca. 6,8 Prozent in den nächsten zwei Jahren. Die Eigenkapitalquote der GSW nach IFRS lag am 30. Juni 2011 bei 40,1 Prozent (31. Dezember 2010: 36,4 Prozent). Der Nettosubstanzwert des Unternehmens nach EPRA (Net Asset Value bzw. NAV) erhöhte sich aufgrund des positiven Halbjahresergebnisses sowie unter Berücksichtigung der Nettomittelzuflüsse aus der Kapitalerhöhung im Rahmen des Börsenganges in Höhe von rund 100 Mio. Euro auf insgesamt 1.135,8 Mio. Euro beziehungsweise 27,67 Euro pro Aktie bezogen auf 41,052 Mio. Aktien (31. Dezember 2010: 991,4 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung der liquiden Mittel ergibt sich ein Loan To Value (LTV bzw. Verschuldungsgrad) zum 30. Juni 2011 von 55,7 Prozent nach 61,1 Prozent am 31. Dezember 2010.

Das Immobilienportfolio der GSW wird turnusmäßig zum 31. Dezember eines jeden Jahres bewertet. Insofern liegt der Wert des Immobilienportfolios weiterhin bei rund 2,6 Mrd. Euro. Während des ersten Halbjahres veräußerte die GSW im Rahmen ihrer Privatisierungsstrategie insgesamt 298 Wohnungen vorwiegend an Eigennutzer und Kapitalanleger. Darüber hinaus wurden Verträge über den Verkauf weiterer 142 Einheiten mit einem Verkaufspreisvolumen von ca. 8,4 Mio. Euro abgeschlossen, bei denen der Nutzen-/Lasten-Wechsel jedoch erst für die Zeit nach dem 30. Juni 2011 erfolgt. Im ersten Halbjahr 2011 erwarb die GSW zur Ergänzung ihres Portfolios 101 Wohneinheiten in Berlin-Reinickendorf zu einem Kaufpreis von insgesamt rund 4,0 Mio. Euro.

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