Bei Wohnungstransaktionen dominieren kleinere Portfolien als 2015

Laut Bundesinstitut für Bau-, Stadt-, und Raumforschung (BBSR) ging der Handel mit Mietwohnungsbeständen ab 800 Einheiten im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück. Die Datenbank erfasste 2016 insgesamt 37 Transaktionen ab 800 Einheiten, bei denen etwa 95.000 Wohnungen gehandelt wurden. Damit sank die Zahl der beobachteten Verkaufsfälle im vierten Jahr in Folge.

„Das Transaktionsvolumen ist im Jahr 2016 vor allem deshalb eingebrochen, weil nur wenige große Portfolios mit über 10.000 Mietwohnungen angeboten wurden. Das knappe Angebot steht der großen Nachfrage und dem Wachstumsdrang insbesondere von börsennotierten Wohnungsunternehmen gegenüber“, betont BBSR-Direktor Harald Herrmann. „Gerade die Immo-AGs könnten wegen der günstigen Bedingungen auf dem Kapitalmarkt und neuen Finanzierungsinstrumenten weitere Großzukäufe tätigen. Dieses Spannungsverhältnis wird den Transaktionsmarkt in 2017 maßgeblich bestimmen.“

 

Bei lediglich zwei Transaktionen handelten die Marktakteure im Jahr 2016 mehr als 10.000 Wohnungen. 2014 und 2015 waren die Großdeals noch für 68 und 74 Prozent des Transaktionsvolumens – der Gesamtzahl der gehandelten Wohnungen –  verantwortlich, dieses Mal nur noch für 35 Prozent. Im Gegenzug stieg die Bedeutung der kleineren Transaktionen, bei denen 800 bis 2.000 Wohnungen gehandelt wurden, deutlich an. Ihr Anteil am Marktvolumen lag 2016 bei 31 Prozent – das ist der zweithöchste Wert in der BBSR-Datenbank seit Beobachtungsbeginn 1999. Die absolute Anzahl der kleineren Verkäufe blieb in etwa gleich: Bei 24 Transaktionen zwischen 800 und 2.000 Einheiten handelten die Marktakteure insgesamt 29.200 Wohnungen.

 

In der Größenklasse von 2.000 bis 5.000 Wohnungen kam es zu neun Verkäufen mit insgesamt 22.700 gehandelten Einheiten. Im Bereich zwischen 5.000 und 10.000 Wohnungen gab es wiederum zwei Transaktionen, bei denen insgesamt 10.000 Einheiten verkauft wurden.

 

Die Datenbank des BBSR erfasst seit 1999 Transaktionen von großen Wohnungsportfolios ab 800 Wohnungen. Seit dem zweiten Halbjahr 2006 nimmt sie auch Transaktionen kleiner Wohnungsportfolios zwischen 100 und 800 Wohnungen auf.

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