Catella Research – Breite Erholung der europäischen Volkswirtschaften in 2015/2016

Catella sieht ein Investitionsvolumen in europäische Büroimmobilien von max. 65 Mrd. Euro in 2015

 Die europäische Wirtschaft befindet sich in einer Phase der konjunkturellen Erholung aufgrund historisch niedriger Zinsen, freien Kapazitäten auf den Arbeitsmärkten und niedrigen Rohstoffpreisen. „Die Wirtschaft ist jetzt in einer Situation, wo nach sieben Jahren der Stagnation Haushalte und Unternehmen gute Möglichkeiten für Konsum und Investitionen haben“, erklärt Dr. Thomas Beyerle, Group Head of Research bei Catella heute bei der Markteinführung der neuesten Catella Market Indicator Office 2015/2016 in Stockholm. Dies wird die Immobilienmärkte natürlich weiter unterstützen.

 

Die Attraktivität der europäischen Märkte ist ebenfalls unterstützt durch einen Anstieg der Volumina bei Immobilieninvestments. Nach Catella Beobachtungen wird das Investitionsvolumen von Immobilieninvestoren über alle Assetklassen hinweg bei rd. 500 Mrd. Euro liegen und damit doppelt soviel wie noch vor der Finanz- und Wirtschaftskrise.

 

Die Welt hat in den letzten 12 Monaten viele Veränderungen gesehen. In Bezug auf den Immobiliensektor waren diese Veränderungen sehr positiv. Die Immobilienpreise steigen, und die Leerstandsraten sinken. Das Geschäft boomt, um einen vertrauten Wirtschaftsausdruck zu verwenden. Bis Mitte des Jahres war es klar, dass sich der Prozess der wirtschaftlichen Erholung in den meisten europäischen Ländern verwurzeln wird. Allerdings ist nicht alles im wirtschaftspolitischen Garten komplett rosig: Seit Beginn des Sommers hat sich die insgesamt positive Situation durch Debatten über Griechenland und die Ukraine, die Aussichten für die EU und den Euro, den viel diskutierten Abschwung in der Weltwirtschaft durch wirtschaftliche Turbulenzen in China und seinen Börsencrash und, last but not least, durch die immense Zustrom von Flüchtlingen in Europa überschattet.

 

„Wir erwarten keine wesentlichen kurzfristigen Auswirkungen dieser Effekte auf die Immobilienpreise“, meint Dr. Beyerle. Die Nachfrage von Investoren nach Immobilien wird weiter steigen, und als Ergebnis werden die Renditen weiter sinken. Unter solchen Bedingungen sind Investoren bereit „relative“ Verlust-Renditen aufgrund höherer Zinskosten und niedrigere Einkaufsrenditen zu akzeptieren. Darüber hinaus werden neue Kapitalquellen aus Asien und dem Nahen Osten die Märkte in Europa mit zusätzlichem Kapital überfluten.

 

Der neueste Marktbericht enthält eine Vielzahl von interessanten Einblicken zusammengestellt aus unseren Marktanalysen:

 

• Veränderungen der Renditen: von 33 Märkten, zeigt nur Oulu in Finnland steigende Renditen. Sechzehn Standorte zeigen keine Veränderungen, während die übrigen 16 sinkende Renditen aufweisen. Die höchsten Renditen zeigen derzeit Warschau, Rotterdam und Lyon, während Londons West End und Stockholm die niedrigsten Renditen haben.

 

• Veränderungen der Mieten: in den 33 beobachteten Märkten sehen wir stabile Spitzenmieten in 17 von ihnen, während in 16 von ihnen steigende Spitzenmieten erwartet werden. Madrid liegt hier an der Spitze gefolgt von London.

 

• Wir glauben, dass das Volumen der Transaktionen in Europa maximal 65 Milliarden Euro bis Ende des Jahres 2015 betragen wird, dem dritthöchsten Jahreswert seit dem Jahr 2001.

 

• Aus der Risiko-Rendite-Perspektive bilden London und Warschau derzeit das attraktivste Anlagespektrum.

 

• Zwischen heute und 2019 wird Madrid mit Abstand den höchsten Total Return (TR) erzielen

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