Catella: Wohnungsinvestments in Europa weiter im Fokus von Investoren – stabiles Deutschland

 

Einer aktuellen Studie von IPD und Catella Research zufolge, bleiben die Wohnungsmärkte in Europa im Fokus der Investoren. Der Wohnungssektor ist dabei der am besten performende Immobiliensektor der letzten Dekade, obwohl es signifikante Unterschiede in den Erträgen und den Performancetreibern zwischen den einzelnen Ländern und lokalen Märkten gibt.

 

Catella und IPD analysierten sieben Wohnungsmärkte in Europa (Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Schweden, die Niederlande und UK) und identifizierten dabei eine Reihe von Eigenschaften die einen zukünftigen Trend aufzeigen.

 

„Die starke Nachfrage nach Wohnimmobilien in den letzten Jahren basiert auf ihrer Outperformance sowie einem ausgewogenen Risiko-Rendite-Profil im Vergleich zu den kommerziellen Anlageobjekten in den Bereichen wie Büro und Einzelhandel, die den größten Teil der Portfolios der meisten institutionellen Investoren bilden“, sagt Dr. Thomas Beyerle, Group Head of Research bei Catella.
Der Wohnsektor in diesen Märkten verzeichnet einen Total Return von 6,6 % p.a., der sich aus einer stabilen Cash flow Rendite von 4,1 % p.a. sowie einem Wertzuwachs von 2,4 % p.a. in den letzten 10 Jahren zusammensetzt. Der Wohnimmobilienmarkt war in diesem Zeitraum der einzige Sektor, der keine negative Gesamtleistung verzeichnete.
Abbildung 1: Entwicklung des wohnwirtschaftlichen Total Return zwischen 2004 und 2013 in  Europa

 

Quelle: IPD

 

Der Total Return in Frankreich, Schweden und Großbritannien sank in den Jahren 2008/2009 deutlich, konnte sich jedoch danach wieder erholen. Doch mittelfristig ist in diesen Märkten noch keine Rückkehr auf ehemalige Renditeniveaus absehbar. Die finnischen und deutschen Märkte waren nur am Rande von der Finanzkrise betroffen. Beide verbuchen mittlerweile ein stärkeres Kapitalwachstum und Gesamtrendite als vor der Krise. Dänemark und die Niederlande bleiben auf einem verhältnismäßig niedrigen Renditeniveau, wenngleich im Falle der Niederlande aufgrund der starken Liberalisierungsmaßnahmen am nationalen Wohnungsmarkt sich aktuell ein hohes Investoreninteresse ablesen lässt.

 

In den meisten Wohnungsmärkten sind die Kapitalwerte jetzt deutlich höher als vor der Finanzkrise im Jahr 2007. Die Werte für UK, Schweden und Finnland sind heute 20 % höher als im Jahr 2007, während sie für Dänemark und die Niederlande immer noch wesentlich niedriger notieren.

 

Auf lange Sicht ergeben sich große Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern in Europa. Auf der einen Seite beobachten wir eine Reihe von Ländern, die auf ein hohes Niveau zurückkehren werden aber dennoch volatil bleiben – dazu gehören Dänemark, Großbritannien und Schweden – und auf der anderen Seite stabile Märkte wie Deutschland und Finnland.

 

In diesem Zusammenhang ist es interessant, die lang- und mittelfristige Positionierung der einzelnen Märkte zu vergleichen. Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, jeden Markt einzeln zu analysieren, da sie sich in verschiedenen Phasen ihren jeweiligen Marktzyklen befinden. „Deutschland wird aus dieser internationalen Perspektive mit dem Prädikat „solide“ versehen. Für etliche Investoren ist hingegen gerade in den Niederlanden der ideale Einstiegszeitpunkt aufgrund der Liberalisierungspolitik der dortigen Regierung gekommen“, so Beyerle weiter.

 

Schaubild 2: Risikoertragsprofil nach Ländern auf mittel- und langfristige Perspektive

 

Quelle: IPD

 

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