Sachwertbranche widerbelebt

 

AIFs können 2016 Marktanteile aufholen

 

Sachwertbeteiligungen waren im letzten Jahr wieder stärker gefragt. Niedrigzinsen sei Dank. Laut aktuellen Zahlen des Branchenmagazins k-mi wurden im letzten Jahr 1,5 Mrd. Euro in Sachwertbeteiligungen bei Privatanlegern investiert. Das sind 13% mehr als im Vorjahr. Vor allem deutsche Immobilien waren im letzten Jahr gefragt. Das Ranking führt hier der Bamberger Investor Project Immobilien AG an.

Sachwerte sind gefragter denn je (Foto: fotolia/ K.C.)

Sachwerte sind gefragter denn je (Foto: fotolia/ K.C.)

268,9 Mio. Euro investierten Anleger im letzten Jahr in Produkte der Project Gruppe. Der Großteil davon (176,5 Mio. Euro) floss in institutionelle Produkte. k-mi analysierte insgesamt 100 Produkte von 40 Anbietern. Dabei sind Immobilien in Deutschland nicht mal die größte Assetklasse gewesen. Immobilien in den USA waren noch gefragter. Sie kommen auf einen Marktanteil von 29%. Das wird auch im Ranking der Platzierung von Produkten bei Privatanlegern deutlich. Dies führt Jamestown mit 203,4 Mio. USD deutlich an vor WealthCap mit 153 Mio. Euro und TSO/DNL mit 121,5 Mio. USD.

 

Bei deutschen Immobilien belegen die Plätze zwei und drei WealtCap (257,2 Mio. Euro) und die Hahn Gruppe (250 Mio. Euro). Insgesamt haben private und institutionelle Anleger nur in Immobilienfonds mit deutschen Objekten 1,43 Mrd. Euro investiert. Damit zeigt die Branche, dass das Segment Alternative Investment Fonds noch lange nicht tot ist. Im Ranking der deutschen Immobilienfonds finden sich alle namhaften Anbieter wie ZBI (187 Mio. Euro), Real I.S. (41 Mio. Euro) oder BVT (31,7 Mio. Euro).

 

Sowohl private als auch professionelle Investoren schätzen besonders die Stabilität des deutschen Immobilienmarktes in wirtschaftlich, turbulentem Umfeld Europas. Zugleich hat der deutsche Immobilienmarkt nach wie vor Aufholpotenzial was Mieten und Preise angeht. Eine Blasenentwicklung, wenn auch zuletzt oftmals angedeutet, sieht ein Großteil der Immobilienprofis nicht. „Wir beobachten keinerlei exotische Finanzierungskonstrukte, kein Story-Telling, das sich nicht erklären lässt warum Menschen Immobilien kaufen oder mieten. Auch wenn es unspektakulär klingt – Die Nachfrage ist schlicht höher als das Angebot“, so Dr. Thomas Beyerle, Head of Group Research bei Catella.

 

„Auch wir sehen keinerlei Anzeichen eines Abflauens des Immobilienbooms“, so Wolfgang Dippold, geschäftsführender Gesellschaft der Project Gruppe. Das zeigen auch die Daten der fertiggestellten Objekte aus dem letzten Jahr. „Wir konnten 2016 fünf Objekte abschließen und dort durchschnittlich eine Objektrendite von 12% erzielen. Auch die Gesamtrendite aller 46 bislang abgeschlossenen Objekte liegt bei über 12% pro Jahr“, ergänzt Dippold.

 

Immobilieninvestments mit in- und ausländischen Objekten machen zusammen einen Anteil von 56,5% am Gesamtvolumen aus. Danach folgen Private Equity (10%), Container (9,4%) und Flugzeugangebote (8,5%) auf den Plätzen. Schiffsbeteiligungen sind derzeit übrigens nicht mehr am Markt zu haben.

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