USA – Fed Atlanta GDPNow ernüchternd!

Der US-Konjunkturoptimismus war und ist sehr ausgeprägt. Das spiegelte sich vor allen Dingen in den US-Sentimentindikatoren, die mehrjährige Höchststände verzeichneten. Wir wiesen darauf hin, dass die realwirtschaftlichen Daten im dramatischen Widerspruch zu diesen Indikatoren standen.

Die laufenden Prognosen für das Wachstum im ersten Quartal des laufenden Jahres fingen (wie gewöhnlich) bei sportlichen Größen an, um dann förmlich eingedampft zu werden. Wir freuen uns, dass die hier im Forex Report verbreitete nüchterne Analyse zu den USA damit bestätigt wird, auch wenn diese sachliche Analyse bisher keine nennenswerte Marktwirkung erzielt.

Die Federal Reserve Atlanta, die bei einer Prognose von 2,3% in dem viel beachteten Format GDPNow begann und zwischenzeitlich die Prognose auf 3,3% hochsetzte, hat das voraussichtliche Wachstum im ersten Quartal des laufenden Jahres auf 1,3% (!) reduziert.

Anders ausgedrückt will die US-Zentralbank, nachdem 2016 mit 1,6% das schwächste US-Wachstum seit 2011 lieferte, nun in einer Phase einer weiteren konjunkturellen Abschwächung gegenüber 2016, Zinsen erhöhen und redet dabei die US-Wirtschaft stark, die nur aufgrund drastisch erhöhter öffentlicher Haushaltsdefizite (5,6% des BIP) überhaupt per 2016 1,6% Wachstum auf die Uhr brachte.

 

Quelle: BLB Forex Report vom 08.03.2017

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