Der Handelsimmobilien Report Nr. 321

Der Handelsimmobilien Report Nr 321

  • Editorial von Ruth Vierbuchen: Viele werden sich noch an den überraschten Ausruf von Franz Beckenbauer erinnern: „Ja iss‘ denn scho‘ Weihnachten?“ Den Eindruck dürften jedenfalls viele haben, wenn sie sich den Überbietungswettbewerb der Regierungskoalition in Berlin anschauen, mit dem sie immer wieder neue Wohltaten ans Wahlvolk verteilen. Vieles ist zweifellos notwendig, um die Wirtschaft in der Krise zu stützen, doch es ist auch sehr offensichtlich, dass Politiker und Parteien die Gunst der Stunde nutzen, um sich zu profilieren. (Seite 1)
  • Anlage Retail Assets – Einzelhandelspessimismus ist nicht angebracht: Handelsimmobilien standen schon vor der Corona-Krise und dem Shutdown unter Druck und gelten nun noch mehr als Verlierer. Doch der differenzierte Blick auf die Anlageklasse zeigt auch die großen Gewinner und auch noch großes Potenzial bei Shopping-Centern. Denn Retail Assets sind weniger ein Produkt als vielmehr ein Prozess. (Seite 2)
  • Folgen der Pandemie – Das Vertrauen wird auf eine harte Probe gestellt: Nachdem die EZB im Herbst 2019 das Anleihekauf-Programm wieder hochgefahren hatte, schien der Immobilienboom in eine erneute Verlängerung zu gehen. Mit dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Shutdown im Rahmen der Pandemie hat sich das Blatt nun gewendet. Die größte Sorge bereitet den Marktteilnehmern ein tiefer Einbruch der Weltwirtschaft. (Seite 6)
  • Immobilien-Konjunktur – REECOX Deutschland hat Federn gelassen: Die Folgen der Covid-19-Pandemie zeigen in der Immobilienwirtschaft Wirkung. „Mietvertragsabschlüsse werden teilweise verschoben, Deals kommen nicht zustande“, konstatiert die Deutsche Hypothekenbank. Dabei war die Immobilienkonjunktur im ersten Quartal 2020 gut gestartet, doch im Februar gab es einen Rückgang und im März schlug sich die Corona-Krise im REECOX voll nieder. (Seite 9)
  • Renaissance der Warenhäuser – Es gilt, Kunden aller Altersklassen zu erreichen: Es wird eine Zeit nach Covid-19 geben, in der das Alltagsleben zwar vielleicht nicht komplett der Zeit vor der Krise gleicht, sich aber doch zumindest wieder normalisiert. Die Menschen werden die Fußgängerzonen stürmen, in Eiscafés und Pizzerien sitzen und Schaufensterbummel unternehmen. Bis dahin gilt: Die Krise nutzen, um längst überfällige Veränderungen voranzutreiben. (Koch, Seite 10)
  • Nachhaltige Lösungsstrategien – Wege zum Exit aus der Abwärtsspirale: Egal ob für private oder institutionelle Investoren, Finanzierer, Asset- oder Portfoliomanager, die Entwicklung des Einzelhandels in der Covid-Ära erfordert eine Neubewertung von Retail-Immobilien und Retail-Strategien. Die Aussichten für 2020 und 2021 sind düster. Nach Branchen-Berechnungen der BBE Handelsberatung und der IPH Handelsimmobilien wird der Umsatz deutlich einbrechen. (Seite 13)
  • Mietverträge – Warnung vor dem „Mietaussetzungsirrtum: Kaum dass im März, als die Corona-Krise um sich zu greifen begann, die ersten Kontaktverbotsmaßnahmen ausgesprochen waren und Ladenschließungen drohten, machten auch schon die ersten Nachrichten von Mietaussetzungen die Runde: Vor allem die in der Krise besonders leidgeplagte Gastronomie, die Hotellerie und Teile des Nonfood-Einzelhandels müssten sich, so hieß es, keine Sorgen machen, ihre Miete auf Grund fehlender Einnahmen nicht zahlen zu können. (Feig, Seite 14)
  • Logistikflächenumsatz – Angebotsmangel dominiert Vermietungsgeschäft: In Zeiten der Covid-19-Pandemie spielt die Logistikbranche eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, die Lieferketten zur Versorgung der Bevölkerung und der Hersteller mit wichtigen Vorprodukten und Ersatzteilen zu versorgen. Im Neuvermietungsgeschäft des ersten Quartals 2020 spiegelt sich diese tragende Rolle aber nicht wider. Das hat Gründe. (Seite 16)
  • Deutsche Euro Shop AG – Stabiler Start ins Jahr 2020: Das Geschäft des Hamburger Shopping-Center-Investors Deutsche Euro Shop ist im ersten Quartal 2020 stabil verlaufen. Die Folgen des Shutdowns werden sich aus Sicht des Vorstands erst im zweiten Quartal zeigen. Das Unternehmen sieht sich in dieser außergewöhnlichen Situation aber gut aufgestellt. (Seite 18)
  • Metro AG – Real verabschiedet sich mit starkem Wachstum: Während das Großhandelsgeschäft der Düsseldorfer Metro AG mit den Kunden aus dem Bereich Hotel, Gastronomie und Catering (HoReCa) europaweit die Folgen des Shutdowns zu spüren bekommt, profitierte der SB-Warenhaus-Betreiber Real, der in der Bilanz noch unter „nicht fortgeführte Aktivitäten“ aufgeführt wird, ganz offensichtlich von den Sonderbedingungen, die hierzulande für den Lebensmitteleinzelhandel und die Nahversorger in der Corona-Krise gelten. (Seite 18)
  • Galeria Karstadt Kaufhof – Das Pokerspiel um die Mieten beginnt: Nachdem sich der Warenhaus-Konzern Galeria Karstadt Kaufhof Anfang April in Folge des Shutdowns im Nonfood-Einzelhandel unter ein Schutzschirmverfahren, ein freiwilliges Insolvenzverfahren, begeben hatte, wurde vergangene Woche bekannt, dass nach drastischen Umsatzausfällen im Rahmen des laufenden freiwilligen Sanierungsverfahrens erhebliche Filialschließungen und ein Personalabbau diskutiert werden. (Seite 20)
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