Artikel von Dr. Ruth Vierbuchen



Der Handelsimmobilien Report Nr 371

Liebe Leser,
die Zinswende ist offensichtlich vollzogen, auch ohne dass sich die Europäische Zentralbank (EZB) und ihre Präsidentin Christine Lagarde bisher in Richtung Zinsanhebung bewegt haben. Der Druck durch die hohen Inflationsraten und zuletzt die Erhöhung des Leitzinses um 0,5 Prozentpunkte durch die US-Notenbank Federal Reserve Anfang Mai schaffen Fakten. In Großbritannien diskutieren Experten sogar darüber, ob der Leitzins in Schritten bis auf 4% und mehr erhöht werden müsste. Selbst beim Thema negativer Einlagenzins von -0,5% gehen Banken voraus und kündigen bereits an, dass sie die Negativzinsen für fast alle Kunden abschaffen wollen, weil sie wohl bald mit einem entsprechenden Schritt der EZB rechnen.


Der Handelsimmobilien Report Nr. 370

Editorial von Ruth Vierbuchen: Als Folge des Ukraine-Krieges ist das GfK-Konsumklima auf einen historischen Tiefststand gesunken, unter das Rekordtief vom Frühjahr 2020, als der Corona-Ausbruch Gesellschaft und Wirtschaft in den Stillstand zwang. Nach zehn Jahren Daueraufschwung, befeuert durch eine zu lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), ist der Ukraine-Krieg das zweite Ereignis in kurzer Folge, wodurch die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Grundfesten erschüttert werden. Hinzu kommt eine Inflationsrate von über 7%, die die Kaufkraft der Bundesbürger frisst


Der Handelsimmobilien Report Nr. 369

Editorial von Ruth Vierbuchen: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat sich – wie zu befürchten war – bei ihrer jüngsten Rats-Sitzung kaum bewegt. Nur so viel: Die Nettoankäufe von Staats- und Unternehmensleihen im Rahmen des APP werden im Laufe des dritten Quartals eingestellt. Allerdings wird das Geld für fällige Anleihen wieder reinvestiert, so dass die Geldmenge im Euroraum unverändert hoch bleibt, was wiederum die Inflation antreibt. Mit ihrer Maßnahme will die EZB „günstige Liquiditätsbedingungen“ sicherstellen, so dass sich die Euro-Staaten auch weiterhin günstig finanzieren können – sei es, um Programme zur Abfederung der Pandemiefolgen oder steigende Energiepreise zu finanzieren.


Der Handelsimmobilien Report Nr. 367

Editorial von Ruth Vierbuchen: Nach einer Inflationsrate von 5,8% für die Euro-Zone im Februar hat die europäische Statistikbehörde Eurostat die Zahl nochmals auf 5,9% nach oben korrigiert. Dass die Inflationsrate nach den Preissprüngen im März noch höher ausfallen wird, dürfte inzwischen klar sein. Selbst die Ökonomen der Europäischen Zentralbank (EZB) halten eine Inflationsrate von 7,1% im gesamten Jahr 2022 nun für möglich. (Seite 1)


Der Handelsimmobilien Report Nr. 365

Editorial von Ruth Vierbuchen: Die Erleichterung im Einzelhandel ist groß, nachdem die jüngste Ministerpräsidenten-Konferenz die 2G-Regelung flächendeckend abgeschafft hat. Zumal das Ziel, ungeimpften Bundesbürgern einen Anreiz zu bieten, sich doch noch impfen zu lassen, fehlgeschlagen ist. Nun kann sich der Nonfood-Handel darüber freuen, dass auch seine Geschäfte nicht mehr als Orte der Ansteckung angesehen werden. Denn auch ohne diese Behinderungen bleiben die Herausforderungen für den innerstädtischen Einzelhandel groß genug. (Seite 1)


Der Handelsimmobilien Report Nr. 364

Editorial von Ruth Vierbuchen: Die Hoffnung vieler Mitglieder im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB), dass 2022 die Inflationsraten wieder sinken werden, haben sich nicht erfüllt. Mit 5,1% erreichte die Preissteigerung in der Euro-Zone im Januar einen neuen Rekordwert. Bei sachlicher Bewertung der Fakten kommt der Anstieg der Inflation aber nicht unerwartet. Vielmehr ist der Ansatz der europäischen Geldpolitiker, durch die aktuellen Inflationsprobleme „hindurchzuschauen“, in eine Zukunft, in der die Inflationsrate wieder niedriger ist, das Problem.


Der Handelsimmobilien Report Nr. 363

• Editorial von Ruth Vierbuchen: Die Teuerungsraten eilen in Deutschland von Rekord zu Rekord. Nach dem unerwarteten Anstieg der Verbraucherpreise um 5,3% im Dezember, erreichten die Erzeugerpreise nach Berechnung des Statistischen Bundesamtes zum Jahresende den seit Bestehen der Bundesrepublik noch nie gemessenen Wert von 24,2%. Gegenüber November lag das Plus bei 5% und im Jahresdurchschnitt bei 10,5%. Da die Unternehmen unter dem seit Monaten bestehenden Kostendruck leiden, hat ein großer Teil laut Ifo-Institut bereits angekündigt, dass sie den Kostendruck weitergeben werden. (Seite 1)


Der Handelsimmobilien Report Nr. 362

• Editorial von Ruth Vierbuchen: Die Notenbank von Polen hat zu Jahresbeginn die Zinsen um 0,5 Prozentpunkte auf 2,25% angehoben, nachdem die Inflationsrate im November auf 7,8% gestiegen war. In den Nachbarländern Ungarn und der Tschechischen Republik liegen die Zinsen inzwischen bei 2,4% bzw. bei 3,75%. Die Bank von England hatte als erste große Notenbank schon Mitte Dezember die Zinsen um 0,25 Prozentpunkte erhöht, um die Inflationsrate von über 5% einzudämmen. Auch die US-Notenbank Federal Reserve hat unter dem anhaltenden Inflationsdruck damit begonnen, ihre Anleihe-Käufe zu drosseln und plant in diesem Jahr mehrere Zinsschritte. Und was tut die EZB? (Seite 1)


Der Handelsimmobilien Report Nr. 361

Es „weihnachtet“ überall in Deutschland. Ablesen lässt sich das aber nicht an den Weihnachtsmärkten und Glühweinständen, sondern an den extrem hohen Infektionszahlen mit SARS-COV-2. Seit sich das Corona-Virus Ende Februar 2020 in Deutschland eingenistet hat, lernen die Bundesbürger kontinuierlich, dass durch die Pandemie die Karten in der globalisierten Welt neu gemischt werden.


Handelsimmobilien Report Nr. 359

Editorial von Ruth Vierbuchen: Die aktuelle Lage zur Herbst-/Wintersaison 2021/22 in Deutschland erinnert an die Frage aus dem Film „Dinner for one“: The same procedure as last year? Nach den Erfahrungen aus dem Vorjahr, als das politische Berlin offenbar von der zweiten Corona-Welle überrascht wurde, erlebt Deutschland nun eine Wiederholung des Szenarios, das nach der umfangreichen Impfkampagne offenbar niemand erwartet hatte. Die Infektionszahlen testen immer neue Höchststände und die Kliniken stoßen wieder an Kapazitätsgrenzen. (Seite 1)