C & A zeigt keine Ermüdungserscheinungen

Das Geschäft mit der Mode ist auch in konjunkturell stabilen Zeiten nicht leicht, da das „richtige“ Wetter, passend zur gerade angebotenen Sommer-, Herbst- oder Winterkollektion den Verkauf maßgeblich beeinflusst.  Nun kommen noch die Unwägbarkeiten der Weltwirtschaftkrise hinzu, die das Geschäft auch bei der europaweit operierenden Mode-Kette C & A in den bekannten Problem-Märkten tangiert hat.

C&A

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So verzeichnete Andreas G. Seitz, Mitglied des European Executive Boards und Sprecher von C&A Europa – wie auch andere deutsche Handelskonzerne – für das Geschäftsjahr 2009/2010 (1. 3. bis 28.2.) rückläufige Umsatzzahlen auf der iberischen Halbinsel (Portugal/Spanien: -2,6%) und in Osteuropa (-8,5%). Dennoch sei es gelungen, den Marktanteil zu steigern, berichtet Seitz. Offenbar, weil die Wettbewerber noch schlechter abgeschnitten haben. Denn laut Seitz ging der Umsatz der Textilbranche in Spanien/Portugal um 7,5% und in den Märkten Ost-Europas um 8% zurück.

Rückläufig waren auch die Erlöse in den Niederlanden (-2,8%), in der Schweiz (-1,5%) und in Frankreich (-1%). „Mehr als in jedem anderen Jahr war 2009 geprägt von einer deutlich negativen und hoch volatilen Gesamtmarktentwicklung sowie von einer damit einhergehenden Konsumzurückhaltung“, stellt Seitz rückblickend fest.

Gleichwohl: Im Durchschnitt aller europäischen Länder, in denen die Mode-Kette ihre Kollektionen verkauft, konnte sie das Geschäft stabil halten. „Erfreuliche Umsatzzuwächse“ erzielte sie in  Belgien/Luxemburg (+3,2%), in Österreich (+1,1%) und zweistellige Raten im Onlinegeschäft. In Deutschland, dem größten C & A-Markt konnte der Gesamtumsatz – gegenüber Vorjahr – zumindest ganz leicht (+0,2%) gesteigert und der Marktanteil von 8,9 auf 9,0% erhöht werden.

Summa summarum konnte die C & A-Gruppe ihren Brutto-Gesamtumsatz 2009/10 europaweit mit 6,303 Mrd. Euro  sogar ganz leicht über Vorjahresniveau (Umsatz 2008/2009:  6,301 Mrd. Euro) halten. Ertragszahlen nennt das Familienunternehmen dagegen nicht.

Da auch der europäische Bekleidungsmarkt im Durchschnitt der 10 wichtigsten Textilmärkte laut Seitz um 3% geschrumpft ist, wird deutlich, warum C&A Europa seinen Marktanteil nach dem neuen, korrigierten GfK-Panel dennoch von 5,0 auf 5,1% steigern konnte. In Österreich stieg der Marktanteil von 7,2% auf 7,4%, in Portugal von 4,1% auf 4,3%, in Polen von 1,6% auf 2% sowie in Frankreich und Spanien von je 1,8% auf 1,9%.

Im laufenden Jahr erwartet das Familienunternehmen, das mit 1 410 Filialen in 19 Ländern vertreten ist,  eine Verlangsamung des Abwärtstrends auf den textilen Einzelhandelsmärkten Europas. Seitz schätzt aber, dass die Konsumbereitschaft volatil und schwer kalkulierbar bleiben wird, da auch die Entwicklung auf den Arbeitsmärkten schwer einzuschätzen sei.

Vor dem Hintergrund der insgesamt recht erfolgreichen Entwicklung im Vorjahr will C & A Europa auch 2010/11 seine Chancen nutzen „und weiter investieren, um weiter zu wachsen“, so Seitz. Strategische Schwerpunkte sind die Investitionen in die Preis/Leistungs-Führerschaft, neue Produkt-Segmente, die Eröffnung neuer Filialen, die Modernisierung des Filialnetzes und den Ausbau des Online-Vertriebskanals.

Bereits im Vorjahr hat das Unternehmen mit Kroatien und Rumänien – hier wurden 6 Filialen eröffnet – zwei neue Märkte erschlossen. Insgesamt summierte sich die Zahl der  neu eröffneten Geschäfte damit auf 92, rund 80 neue Geschäfte sollen im laufenden Geschäftsjahr 2010/2011 hinzu kommen. In den nächsten drei Jahren (bis 2012) will die europäische Modekette etwa 600 Mio. € investieren.

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