Analyse – Die seltsamen Methoden des Thilo Sarrazin

21.September 2010   
Kategorie: Artikel des Tages, Der Immobilienbrief

Volker Eichener, Professor für Politikwissenschaft und Rektor der EBZ Business School – University of Applied Sciences, Bochum

Manipulation und Fälschung im Buch „Deutschland schafft sich ab“

Das Buch „Deutschland schafft sich ab. Wie wir unser Land aufs Spiel setzen“ von Thilo Sarrazin ist bereits erfolgreich, bevor es erschienen ist. Nicht weniger als 93% von 122.689 Lesern von www.bild.de, wo Vorabauszüge aus dem Buch erschienen waren, halten Sarrazins Thesen für richtig, darunter eine winzige Minderheit, die lediglich die Formulierungen für zu hart hält.[1] Auf www.amazon.de sind bereits am Vorabend des Erscheinens, am 29.8.2010, nicht weniger als 85% der Kundenrezensionen mit der Bestnote „5 Sterne“ versehen worden.[2]

Sarrazin behauptet wiederholt, er würde sich mit seinem Buch auf „empirische Erhebungen“ (S. 11) stützen und im Gegensatz zu „jener Kaste von Wissenschaftlern, Politikern und Verbandsfunktionären“ – für Sarrazin eine Art Horrorkabinett – „Daten und Fakten“ (S. 86) sowie „Zahlen und Analysen“ (S. 391) anführen, die seine Thesen belegen würden.

Immer wieder erweckt Sarrazin den Eindruck, Andersdenkende seien „Beschwichtiger und Verharmloser“ (S. 8), „politisch korrekt“ (S. 10, 18), „gefühlsbetont“ (S. 89), „selbstgerecht“ (S. 86) und vor allem „unvernünftig“ (S. 8, 207, 329, 377) und „unrealistisch“ (S. 11, 19, 49).

Tatsächlich enthält das Buch eine ganze Menge an Statistiken, die ihre Wirkung auf die Leser nicht verfehlt. So schreibt etwa ein Laienrezensent auf www.amazon.de „Alles was in diesem Buch steht ist statistisch belegt und unstrittig.“ Immerhin 75% der Kommentatoren fanden diese Rezension „hilfreich“. Eine zweite Rezension – 87% „hilfreich“ – schreibt: „Sarrazin belegt seine Thesen mit realen Fakten und Zahlen.“[3] Darüber hinaus erweckt Sarrazin den Anschein, sich auf anerkannte wissenschaftliche Erkenntnisse zu stützen. Das Buch weist einen umfangreichen Fußnotenapparat auf, und Sarrazin verwendet immer wieder Formulierungen wie „es lässt sich zeigen, dass…“, „empirische Evidenz“, „aktueller Forschungsstand“ oder „in der Sache unstreitig“, die bei dem Leser den Eindruck erwecken, Sarrazin stütze sich auf den Stand der Forschung. An einigen Stellen maßt Sarrazin sich sogar an, über die „Seriösität“ von Wissenschaft ein Urteil abgeben zu können (S. 93, 98, 351).

Schauen wir uns doch einmal genauer an, wie Sarrazin arbeitet.

Sarrazins zentrale These lautet, „dass Deutschland kleiner und dümmer wird“ (S. 17). Die Begründung findet sich auf Seite 91f.: Intelligenz sei, so Sarrazin, „zu 50 bis 80 Prozent erblich“. Es seien aber die wenig intelligenten Angehörigen der Unterschicht sowie die wenig intelligenten (Sarrazin sagt „bildungsfernen“) Migranten „aus der Türkei, dem Nahen Osten und aus Afrika“, die im Gegensatz zu den intelligenten Angehörigen der deutschen Oberschicht besonders hohe Geburtenziffern aufwiesen. „Deshalb bedeutet ein schichtabhängig unterschiedliches generatives Verhalten leider auch, dass sich das vererbte intellektuelle Potential der Bevölkerung kontinuierlich verdünnt. Dieser qualitative Effekt wirkt sich langfristig entscheidend auf die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft aus.“ (S. 91f.)

Besonders deutlich wird Sarrazin auf Seite 353:
„Die qualitativen Verschiebungen in der Geburtenentwicklung Deutschlands und deren langfristige Folgen, nämlich
–          relative Zunahme bildungsferner autochthoner Schichten
–          Zunahme des Anteils bildungsferner Migranten
–          starke Abnahme der Nachfahren bildungsnaher Schichten
–          homogame Partnerwahl der bildungsnahen Schichten

bewirken, dass der Anteil wie auch die Anzahl der intelligenteren Glieder in der deutschen Gesellschaft abnehmen wird, während der Anteil der nach heutigen Maßstäben unterdurchschnittliche Intelligenten wächst.“

Schauen wir uns einmal genauer an, mit welchen „Zahlen und Analysen“ Sarrazin seine Behauptungen zu belegen versucht.

Da heißt es auf S. 91 „Bei den Migranten wurde bereits gezeigt, dass jene Migrantengruppen besonders viele Nachkommen haben, die als besonders bildungsfern eingestuft werden müssen, also vor allem die Migranten aus der Türkei, dem Nahen Osten und aus Afrika (vgl. Tabelle 3.1).“ Die Formulierung „wurde bereits gezeigt“ sowie der Verweis auf Tabelle 3.1 erwecken den Eindruck, als habe er diese These mit „Daten und Fakten“ belegt. Der durchschnittliche Leser wird sich an dieser Stelle nicht mehr an Tabelle 3.1 erinnern können, denn sie ist 30 Seiten vorher abgedruckt. Macht man sich aber die Mühe,  Tabelle 3.1 nachzublättern, so erkennt man, dass Tabelle 3.1 die These überhaupt nicht belegt, sondern lediglich aufführt, wie viele Migranten aus welchem Land kommen und welche Altersverteilung sie haben.

Dass Sarrazin keine „Daten und Fakten“ zitiert, hat seinen Grund: Die Daten stützen seine These nämlich nicht. So ist die Fruchtbarkeitsziffer der türkischen Migrantinnen in Deutschland zwischen 1975 und 1993 von 4,3 auf 2,5 Kinder zurückgegangen, bei Türkinnen in der Türkei im gleichen Zeitraum von 5,1 auf 2,8 Kinder.[4] Der große Unterschied tritt zwischen der ersten und der zweiten Zuwanderergeneration auf. Liegt bei den türkischen Migrantinnen der ersten Generation der Anteil der Frauen mit mehr als zwei Kindern noch bei 59%, so haben nur noch 34 % der türkischen Migrantinnen der zweiten Generation mehr als zwei Kinder.[5]

Diese Erscheinung gehört zum Standardwissen der Demographie und wird als „demographischer Übergang“ bezeichnet. In vorindustriellen Gesellschaften ohne staatliche soziale Sicherungssysteme ist die Geburtenziffer hoch, weil Kinder die Altersversorgung bilden und wegen der hohen Kindersterblichkeit auch viele Kinder geboren werden müssen. In Industriegesellschaften mit leistungsfähiger sozialer Sicherung sinkt die Geburtenziffer eine Generation, nachdem die Kindersterblichkeit zurückgegangen ist. In Deutschland hat dieser demographische Übergang zwischen 1890 und 1930 stattgefunden, in der Türkei zwischen 1970 und 2010, und bei den türkischen Zuwanderinnen zwischen der ersten und zweiten Generation auch etwa zwischen 1970 und 2000.

Übrigens passen die Türkinnen ihr generatives Verhalten etwa doppelt so schnell an die in Deutschland übliche Fruchtbarkeit an als die Italienerinnen, bei denen der Anteil der Frauen mit mehr als zwei Kindern zwischen der ersten und der zweiten Gastarbeitergeneration „nur“ von 44% auf 33% gesunken ist.[6] Dieser Befund spricht nicht gerade für Sarrazins wiederholte Ansicht, die Türken stellten eine besonders anpassungsunwillige Migrantengruppe dar.

Die Geburtenrate ist also keine Eigenschaft einer Volksgruppe, wie Sarrazin meint, sondern hängt von dem gesellschaftlichen Umfeld ab, in dem man lebt. Die Migrantinnen, auch diejenigen aus der Türkei, haben ihr generatives Verhalten bereits binnen einer einzigen Generation weitgehend an das der Deutschen angepasst und werden es weiter annähern, bis keine Unterschiede mehr feststellbar sind.

Ebenfalls auf Seite 91 kommt eine zweite Kernthese: „Intelligenz ist aber zu 50 bis 80 Prozent erblich.“ Die Aussage klingt präzise, wird aber von Sarrazin an dieser Stelle nicht belegt. Stattdessen leitet er aus ihr seine zentrale Schlussfolgerung ab: „Deshalb bedeutet ein schichtabhängig unterschiedliches generatives Verhalten leider auch, dass sich das vererbte intellektuelle Potential der Bevölkerung kontinuierlich verdünnt.“ (S. 91f.) Dies ist die Kernthese des ganzen Buchs. Was Sarrazin meint, ist klar: Migranten aus der Türkei, dem Nahen Osten und aus Afrika seien von ihrem genetischen Potential her weniger intelligent als Deutsche und würden deshalb dümmere Kinder hervorbringen. Und weil die Intelligenz im wesentlichen erblich sei, könne man auch nichts dagegen tun.

Auf den folgenden Seiten versucht Sarrazin seine Behauptung, dass Intelligenz erblich sei, an mehreren Beispielen zu veranschaulichen. Er beginnt tatsächlich mit dem Hinweis, dass „jeder Hunde- oder Pferdezüchter“ davon lebe, dass Tiere unterschiedlich intelligent seien und dass diese Unterschiede erblich seien (S. 92).

Dann, auf Seite 93, wird die zwei Seiten zuvor geäußerte Behauptung wiederholt: „Unter seriösen Wissenschaftlern besteht heute zudem kein Zweifel mehr, dass die menschliche Intelligenz zu 50 bis 80 Prozent erblich ist.“ Jetzt wird diese Behauptung mit einer Fußnote belegt (Fußnote 64 zu Kapitel 3). Schlagen wir die Fußnote nach, lesen wir ein wörtliches Zitat aus einer wissenschaftlichen Quelle, die tatsächlich seriös ist.[7]

In der Originalquelle heißt es: „1. Die hohen Langzeitstabilitäten in der Intelligenzleistung, die bereits in der frühen Kindheit um r = .50 betragen und ab der späten Kindheit auf über r = .80 ansteigen, sprechen für das Vorliegen eines stabilen Persönlichkeitsmerkmals.“ (S. 417f.) Hier tauchen also die Werte 0,50 und 0,80 auf – aber es sind keine Prozentsätze, sondern es handelt sich hier um den Produkt-Moment-Korrelationskoeffizienten nach Bravais/Pearson, das in der Statistik am häufigsten verwendete Zusammenhangsmaß. Tatsächlich kann man eine Korrelation auch in Prozent ausdrücken, nämlich wie viel Prozent der Varianz der abhängigen Variable durch die unabhängige erklärt werden. Dieses Maß wird vom Determinationskoeffizienten R2 angegeben, dieser ist aber das Quadrat von r, in unserem Fall also 0,25 und 0,64. Wenn hier etwas variiert, dann ist es nicht zwischen 50 bis 80 Prozent, sondern zwischen 25 und 64 Prozent.

Genau der gleiche Fehler, nämlich r mit R2 zu verwechseln, findet sich auf Seite 98. Auch hier spricht Sarrazin von einer Korrelation der Intelligenz getrennt aufgewachsener eineiiger Zwillinge von „78 Prozent“. Die Fachliteratur[8] spricht dagegen von Korrelationskoeffizienten von r = 0,67 (was einem R2 von 45% entspricht) bis r = 0,78 (R2 = 61%), was auch nicht übermäßig viel sagt, weil die sozioökonomischen Kontexte, in denen getrennte Zwillinge aufwachsen, häufig im Hinblick auf die Lernbedingungen nicht dramatisch unterschiedlich sind, zumindest keine Migrationserfahrung beinhalten.

Der Unterschied zwischen den Koeffizienten r und R2 ist keine höhere Wissenschaft, sondern Gegenstand jeder Einführung in die Statistik, wie sie Thilo Sarrazin in seinem Volkswirtschaftsstudium absolviert hat. Deshalb kann man hier wohl davon ausgehen, dass es sich um eine bewusste Irreführung des wissenschaftlich nicht vorgebildeten Lesers handelt.

Noch bedeutsamer ist, dass der zitierte Satz Sarrazins Behauptung auch inhaltlich nicht stützt. Bei der zitierten Korrelation geht es überhaupt nicht darum, wie viel Intelligenz erblich ist, sondern lediglich darum, dass Intelligenz ein stabiles Persönlichkeitsmerkmal darstellt, das sich in der Entwicklung eines Kindes nur wenig ändert, und zwar umso weniger, je älter das Kind ist, oder, im Umkehrschluss, umso stärker, je jünger das Kind ist. Bei jüngeren Kindern gibt es also – positive oder negative – Einflüsse auf die Entwicklung der Intelligenz, die über die erbliche Veranlagung hinausgehen. Das ist aber genau das Gegenteil von dem, was Sarrazin behauptet.

Das Zitat in Fußnote 64 geht weiter und scheint auf den ersten Blick Sarrazins Behauptung zu stützen: „2. In Kulturkreisen, in denen Kindern weitgehend alle Lerngelegenheiten offen stehen, können mindestens 50% der Varianz in der Intelligenztestleistung durch die genetischen Unterschiede erklärt werden.“ (S. 418) Ausgerechnet die Einschränkung, die die Autoren vornehmen, ist aber für Sarrazins Argumentation zentral: Die Erblichkeit der Intelligenz gilt nur, wenn den Kindern alle Lerngelegenheiten offen stehen.

Dass dies für Migrantenkinder und Kinder aus sozial schwachen Familien gerade nicht der Fall ist, hat die von Sarrazin an anderer Stelle durchaus zu Kenntnis genommene PISA-Studie eindrucksvoll bestätigt: In keinem anderen Land haben Migrantenkinder und Kinder aus sozial schwachen Familien so schlechte Chancen, ihre angeborene Intelligenz zu entwickeln wie in Deutschland.[9] In anderen Ländern können Migrantenkinder deutlich bessere Bildungserfolge erreichen.

Es ist genau die PISA-Studie, die belegt, dass die schlechten Bildungserfolge von Migrantenkindern eben nicht erblich sind. Vielmehr spielen zwei Faktoren eine Rolle:

Erstens die mangelhafte Frühförderung der Kinder durch die Eltern, die durch die Migrationssituation und/oder durch Sprachbarrieren nicht in der Lage sind, die Intelligenzentwicklung von Kleinkindern in dem Maße zu fördern, in dem das in Familien der Mittelschicht üblich ist oder das durch die stärker auf Bildung ausgerichteten Vorschuleinrichtungen in anderen Ländern erfolgt.

Und zweitens das deutsche Schulsystem, das nicht in der Lage ist, Kindern, die bei der Einschulung nur mangelhaft deutsch sprechen, gute Bildungschancen zu bieten. Ein sechsjähriges türkisches Kind, das kaum deutsch spricht, wird auch im Sachkunde- und Rechenunterricht scheitern, weil es dem Unterricht nicht folgen kann. In dem auf Selektion und nicht auf Förderung ausgerichteten Schulsystem entsteht so in der Grundschulzeit ein Lernrückstand, der nicht mehr aufgeholt werden kann. Die Talente, die Migrantenkinder mitbringen, werden durch die Unzulänglichkeiten des deutschen Schulsystems systematisch vergeudet.

Der Harvard-Professor Richard Lewontin hat den Zusammenhang zwischen angeborener Intelligenz und sozialem Umfeld mit folgender Analogie veranschaulicht:

Man stelle sich vor, man teile einen Sack mit Weizenkörnern zufällig in zwei Hälften und streue die eine Hälfte auf fruchtbaren, die andere Hälfte auf unfruchtbaren Boden. Betrachtet man nur den fruchtbaren Acker, so wird man, nachdem die Pflanzen ausgewachsen sind, Unterschiede in der Größe der Ähren feststellen und diese richtigerweise auf genetische Unterschiede der Samenkörner zurückführen. Betrachtet man die insgesamt mickrigeren Halme auf dem unfruchtbaren Acker wird man dort ebenfalls genetisch bedingte Unterschiede finden. Aber das heißt noch lange nicht, dass die Unterschiede zwischen der durchschnittlichen Größe der Ähren auf dem fruchtbaren und dem unfruchtbaren Boden ebenfalls genetisch bedingt sind.

Genau diesen Fehlschluss begeht Sarrazin. Er sieht die Unterschiede zwischen den Bildungsleistungen deutschstämmiger und türkischstämmiger Schüler und führt diese auf genetische Unterschiede zurück, obwohl er weiß, dass es die Migrantenkinder – allein aufgrund der Sprachbarrieren – im Schulsystem viel schwerer haben.

In der psychologischen Fachliteratur ist natürlich zu lesen, dass ein Teil der Intelligenz angeboren ist. Aber Erziehung und Bildung können für eine Variation von immerhin 20 IQ-Punkten verantwortlich sein – das entspricht dem Unterschied zwischen einem durchschnittlichen Hauptschüler und einem durchschnittlichen Abiturienten.[10]

Als Kronzeugen für seine Argumente führt Sarrazin die US-amerikanischen Autoren Herrnstein und Murray an, die er wiederholt zitiert (Fußnote 61, 78, 79, 84, 86, 87, 88).[11] Mit diesen Autoren versucht Sarrazin folgende Aussagen zu belegen:

  • Frauen, die nicht in den Arbeitsmarkt integriert sind, tendierten dazu, „die Schar ihrer Kinder noch zu vergrößern“ (S. 91).
  • Intelligenz sei teilweise erblich und nicht auf die sozialen und politischen Verhältnisse zurückzuführen (S. 97).
  • Der Einfluss der (angeborenen) Intelligenz auf den Schulerfolg sei größer als der des sozio-ökonomischen Hintergrunds (S. 97).
  • Der gemessene Zusammenhang der Intelligenz von Ehepaaren liege zwischen 40 und 45 Prozent (wieder der Fehler, Korrelationen in Prozenten zu messen) (S. 99).
  • Es gebe eine 90prozentige Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind aus einer Unterschichtsfamilie mit einem Durchschnitts-IQ der Armut entkommt (S. 99).

Durch das häufige Zitieren dieser Quelle erweckt Sarrazin den Eindruck, er stütze sich auf seriöse Forschungsergebnisse. Formulierungen wie „es lässt sich zeigen, dass…“ (S. 97) legen dem Leser nahe, es handele sich um allgemein anerkannte wissenschaftliche Erkenntnisse. Aber welche Quelle hat Sarrazin sich da ausgesucht, die er derart prominent in den Mittelpunkt seines Buchs stellt?

  • Professor Michael Nunley, Anthropologe an der University of Oklahoma, schrieb: “Ich glaube, dieses Buch ist eine Fälschung, und die Autoren müssen es gewusst haben … Nach sorgfältigem Lesen kann ich nicht glauben, dass es den Autoren nicht bewusst war, wie sie ihr Material verfälscht haben.“
  • Professor Leon Kamin, ehemaliger Dekan der Fakultät für Psychologie der Princeton University, nannte das Buch „einen Missbrauch der Wissenschaft.“
  • Professor Howard Gardner, Psychologe an der Harvard University, Graduate School of Education, bezeichnete das Buch als “ein akademisches Spiel mit dem Feuer“, weil die Autoren selber nie sagen, dass Intelligenz angeboren ist, dass sie aber den Leser verleiten, eben dies zu folgern (was Sarrazin auch tut).
  • Der Journalist Bob Herbert beschrieb das Buch in der New York Times gar als “ein geschmackloses Stück rassischer Pornographie, das sich als seriöse Wissenschaft maskiert.“[12]

Diese Aussagen dokumentieren, dass Sarrazins Quelle höchst umstritten ist. Das war ihm selber nicht entgangen, wie er in einer Fußnote anmerkt. Aber wie geht Sarrazin mit dieser Kritik um? „Dieses sehr erfolgreiche Buch löste eine heftige Diskussion aus und traf auf eine große Welle öffentlicher Kritik. Diese konzentrierte sich aber auf das Grundsätzliche und Ideologische.“ (S. 419)

Das ist ein weiterer Beleg für Sarrazins Methode, jegliche Kritik an seinen Thesen als „ideologisch“ abzuqualifizieren. Tatsächlich war die Kritik an Herrnstein/Murray alles andere als ideologisch.

Ein Team von Wissenschaftlern der University of California, Berkeley, prüfte die statistische Methodologie von Herrnstein/Murray und kam zur Schlussfolgerung, dass die von Sarrazin behauptete These, dass (angeborene) Intelligenz wichtiger sei als die sozio-ökonomische Herkunft, im wesentlichen ein Effekt einer von Herrnstein/Murray vorgenommenen Datenmanipulation sei.[13]

Sanders Korenman vom National Bureau of Economic Research und Christopher Winship von der Harvard University wiesen ebenfalls gravierende methodische Fehler nach.[14]

Und James Heckmann, immerhin Träger des Nobelpreises für Wirtschaftswissenschaften, kritisierte, dass Herrnstein/Murray mit der Absicht, ihre Theorie zu stützen, das falsche Testverfahren für die Intelligenzmessung benutzt haben, obwohl sie wussten, dass ein besseres zur Verfügung gestanden hätte.[15]

Diese Kritiken kann man wohl kaum als „grundsätzlich“ oder „ideologisch“ bezeichnen.

Am Ende setzte die zuständige wissenschaftliche Fachgesellschaft, die American Psychologist Association, sogar eine Task Force ein, um Herrnstein/Murrays Thesen (auf die sich Sarrazin stützt) zu überprüfen. Zur Frage, ob es angeborene Intelligenzunterschiede zwischen Rassen gibt (was Sarrazin im Anschluss an Herrnstein/Murray behauptet), kam die Fachgesellschaft zu folgender Schlussfolgerung:

“Es gibt nicht viele direkte Belege zu diesem Punkt, aber das wenige, das es gibt, unterstützt nicht die genetische Hypothese.”[16] Eine beachtenswerte Untersuchung zu diesem Thema stammte übrigens aus Deutschland: Bei Kindern, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus Verbindungen zwischen Besatzungssoldaten und deutschen Frauen hervorgingen, gab es keine Unterschiede in der Intelligenz zwischen den Kindern weißer und schwarzer Väter.[17] Schwarze Kinder, die in Ghettos aufwuchsen, hatten schlechte Testergebnisse, schwarze Kinder, die in deutsche Schulen gingen, dagegen nicht.

Sarrazin scheut nicht davor zurück, seine Behauptung, Intelligenz sei erblich, mit dem Verweis auf die angeblichen Erbmerkmale von Juden zu begründen (S. 93 bis 97). Sarrazin behauptet allen Ernstes, „bereits die frühe Intelligenzforschung“ habe bei Juden europäischer Provenienz einen um 15 Punkte höheren IQ festgestellt (S. 93, wiederholt auf S. 97). Eine Quelle für diese Behauptung nennt er nicht. Stattdessen führt er überproportionale Anteile von Juden unter Wissenschaftlern und Künstlern als Beleg an, die er in sozialdarwinistischer Manier durch hohen „Selektionsdruck“ (S. 95) erklärt.

Dass Juden intelligenter seien, ist ein klassisches antisemitisches Vorurteil, das direkt zur nationalsozialistischen Judenvernichtung beigetragen hat.[18]

Interessanterweise steht diese deutsche Sicht in striktem Kontrast zu Erkenntnissen aus den USA. Dort haben nämlich Juden zur Zeit des Ersten Weltkriegs (als erstmals massenhaft Intelligenztests durchgeführt wurden) in den Tests regelmäßig eine niedrigere Intelligenz gezeigt als der amerikanische Durchschnitt, wie überhaupt europäische Einwanderer – also auch Deutsche – eine geringere Intelligenz gezeigt hatten.[19] Einen klareren Beleg, dass Intelligenz keine Frage der Zugehörigkeit zu einer Volksgruppe oder Rasse, sondern eine Frage der sozio-ökonomischen Lebensumstände und Bildungschancen ist, kann es wohl kaum geben. Im übrigen ist die Erklärung für den hohen Judenanteil unter Wissenschaftlern und Künstlern ziemlich nahe liegend: Während talentierte Nichtjuden in Militär und Verwaltung Karriere machen konnten, blieb talentierten Juden nur die Option, in das Bankwesen, die Wissenschaft oder die Kunst zu gehen, weil diese Bereiche weitgehend frei von Diskriminierung waren.

Türkischstämmige (und arabischstämmige und afrikanischstämmige etc.) Migranten in Deutschland weisen nicht deshalb im Durchschnitt schlechtere Bildungsergebnisse auf, weil sie, wie Sarrazin behauptet, eine schlechtere genetische Veranlagung hätten, sondern weil das deutsche Bildungssystem nicht in der Lage ist, die besonderen Belastungen der Migrationssituation auszugleichen.

Von den „Daten und Fakten“, die Sarrazin bringen will, bleibt nach gründlicher Analyse nicht mehr viel übrig. Vielmehr ist das Buch von Verfälschungen, Unterschlagung von Wissen, zweifelhaften Quellen und Fehlschlüssen geprägt.

  • Verfälschend ist beispielsweise die Praxis, Korrelationskoeffizienten als Prozente auszugeben, um sie nach oben zu manipulieren. Eine Verfälschung ist auch, „angeboren“ mit „erblich“ zu verwechseln.
  • Unterschlagen werden beispielsweise die statistischen Daten zur Angleichung des generativen Verhaltens oder zu den Auswirkungen von Förderung und Erziehung auf Intelligenz und Bildungsleistungen.
  • Zweifelhafte Quellen sind extrem umstrittene Arbeiten wie die von Herrnstein/Murray oder wie die des auf S. 353 zitierten Eugenikers Richard Lynn.
  • Ein Fehlschluss ist, dass die schlechten Bildungsleistungen von Migranten- oder Unterschichtskindern auf erbliche Intelligenzdefizite bestimmter Bevölkerungsgruppen zurückzuführen seien. Ein Fehlschluss ist auch die zentrale These, dass die deutsche Bevölkerung immer dümmer werden würde, weil die Prämisse, dass die Migranten und Unterschichtsangehörigen weniger intelligente Erbanlagen hätten, nicht zutrifft.

Worauf Sarrazin mit seinem Buch abzielt, lässt sich auf Seite 93 lesen. Dort schreibt er, dass die evangelische Kirche seit der Reformation „die intelligentesten Knaben für die geistliche Laufbahn ausgewählt“ habe. Da „evangelische Pfarrersfamilien traditionell sehr kinderreich“ gewesen seien, habe sich diese Auslese darin niedergeschlagen, dass ein Pool von besonders intelligenten Menschen gezüchtet worden sei, aus dem sich „ein erstaunlich großer Teil der deutschen wissenschaftlichen Elite“ rekrutiert habe, während die katholische Kirche durch den Zölibat die Vermehrung der Intelligenzgene verhindert habe.

Abgesehen davon, dass diese Behauptungen (wieder einmal) nicht belegt und im übrigen auch falsch sind (nicht die evangelische Kirche hat Knaben ausgewählt, sondern häufig wurden die drittgeborenen Knaben von ihren Eltern in die geistliche Laufbahn entsandt), legt diese Passage Sarrazins Vorstellung von einem idealen Deutschland offen: Ein totalitäres System, das Menschen mit ihren Erbanlagen so züchtet, wie dies Hunde- und Pferdezüchter tun. Das nennt sich „Eugenik“ – der Erfinder dieses Begriffs, Francis Galton, wird von Sarrazin hoch gelobt (S. 92f.) – oder auf deutsch „Rassenhygiene“ und diente zur Zeit des Nationalsozialismus zur Rechtfertigung von Zwangssterilisierungen, Euthanasie und Völkermord.

Kontakt:
Prof. Dr. Volker Eichener
Rektor der EBZ Business School – University of Applied Sciences
Springorumallee 20, 44795 Bochum
Tel. 0234-9447-700
mobil 0171-69 56 55 0
v.eichener@ebz-bs.de
www.ebz-business-school.de


[1] http://www.bild.de/BILD/politik/2010/08/23/thilo-sarrazin/deutschland-immer-aermer-und-duemmer.html, zugegegriffen am 29.8.2010.

[2] http://www.amazon.de/Deutschland-schafft-sich-unser-setzen/dp/3421044309/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1283114738&sr=8-1, zugegriffen am 29.8.2010.

[3] http://www.amazon.de. Kundenrezensionen zum Buch von Thilo Sarrazin: Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen. Abgerufen am 28.8.2010.

[4] Nadja Milewski: Fertility of Immigrants. A Two-Generational Approach in Germany. Diss., Heidelberg et. al. 2010, S. 59.

[5] Ebda., S. 98.

[6] Ebda.

[7] Elsbeth Stern/Jürgen Guthke: Perspektiven der Intelligenzforschung. Lengerich 2001, S. 9.

[8] Amelang, M. et al: Differentielle Psychologie und Persönlichkeitspsychologie. 6. Auflage Stuttgart 2006, S. 463; Asendorpf, J.: Psychologie der Persönlichkeit. 4.Aufl. Heidelberg 2007.

[9] Jürgen Baumert u. a.: PISA 2000. Basiskompetenzen von Schülerinnen und Schülern im internationalen Vergleich. Deutsches PISA-Konsortium. Opladen 2001.

[10] Gerhard Roth: Wer oder was bestimmt unser Handeln? Beobachtungen zur Zeit Nr. 7, Warburg, 2006, S. 9.

[11] Herrnstein, Richard/Murray, Charles: The Bell Curve – Intelligence and Class Structure in America. New York 1994.

[12] Alle Zitate nach http://en.wikipedia.org/wiki/The_Bell_Curve, eigene Übersetzung.

[13] Claude S. Fischer, Michael Hout, Martín Sánchez Jankowski, Samuel R. Lucas, Ann Swidler, & Kim Voss: Inequality by Design: Cracking the Bell Curve Myth. Princeton 1996.

[14] Korenman, Sanders and Winship, Christopher: A Reanalysis of The Bell Curve“. NBER Working Paper Series, Vol. w5230, 1995.

[15] Heckman, James J.: Lessons from the Bell Curve. Journal of Political Economy 103 (5), 1995, S. 1091–1120.

[16] Ulrich Neisser et al.: Intelligence: Knowns and Unknowns. American Psychologist, February 1996,  S. 95.

[17] Ebda.

[18] vgl. Sander L. Gilman: Die schlauen Juden. Über ein dummes Vorurteil. Berlin 1998.

[19] Sowell, Thomas: Ethnicity and IQ. The American Spectator 28 (2), 1995.

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Kommentare
81 Kommentare zu “Analyse – Die seltsamen Methoden des Thilo Sarrazin”
  1. Manfred Peterson sagt:

    Sehr geehrter Prof. Dr. Volker Eichener, liebe Kommentatoren,

    Dieser Artikel erhebt den Anspruch einer wissenschaftlichen Analyse welcher er in keinster Weise gerecht wird.

    Dieser Artikel ist auch keine Analyse eines Wissenschaflers sondern im besten Fall das Produkt einer Vorgefassten Meinung.

    Auch die meisten Kommentatoren haben sich durch Sachkenntnis nicht gerade hervorgetan.

    Ich als Psychologe und kundiger Statistiker möchte die Gelegenheit nutzen ein paar Sachverhalte klar zu stellen.

    1. „Intelligenz ist aber zu 50 bis 80 Prozent erblich.“ Diese These ist natürlich falsch.
    Aber: Intelligenz ist erblich. In der Differentiellen Psychologie gibt es mehr als 12 anerkannte Intelligenzmodelle.
    Intellignez ist ein Konstrukt das nur sehr schwer zu messen ist. Je nach verwendeter Methode ergibt sich ein anderes Bild.

    Unstrittig ist jedoch das über die genetische Vererbung hinaus das Elternhaus und die frühkindliche Förderung die Intelligenzentwicklung dominieren.
    Dieser Zusammenhang wird auch duch das Model der Genom-Umwelt-Wechselwirkung veranschaulicht.

    Kinder in bildungsfernen Schichten haben nachweislich massive Nachteile.

    2. Wenn man sich schon erdreistet den Korrelationskoeffizienten zu erklären dann sollte man das wenigsten sauber und ausführlich machen.
    Bsp. Korrelationen zeigen nur mögliche Zusammenhänge. Es ergeben sich daraus keine Kausalzusammenhänge!

    Jemandem Manipulation zu unterstellen weil er den Korellationskoeffizienten nicht zur Varianz quadiert hat, wäre in einem wissenschaflichen Diskurs legitim aber unüblich.
    Ferner handelt es sich hier nicht um Fachliteratur oder eigene Forschungsergebnisse.
    Ob ein kleiner Fehler für einen solch massiven Vorwurf ausreicht?

    3. Wer den Antisemitismusvorwurf erhebt ohne das beweisen zu können diskreditiert sich von vornherein.

    Mfg
    Peterson

  2. Ach heje sagt:

    Lieber Herr Eichener,

    neben Ihren seltsamen Vorschlägen deutsche Innenstädte mit Basaren zu versehen, können Sie auch Kirchtürme zu Minaretten umbauen lassen und weiter Ihre unfundierten Kritiken von sich geben.
    Wie Sie zu der Funktion gekommen Sind, die Sie innehaben ist mir schleierhaft.
    aber auf alle Fälle würde ich Ihne empfehlen, bevor Sie Kritiken schreiben, sich bei Fachleiten sachkundig zu machen und nicht voreilig Propaganda gegen ein Buch zu machen. Als Unterstützung sende ich Ihnen auf diese Weise einen Link, der Ihre Einschätzung zu dem macht was sie ist: Futter für den Papierkorb.

    http://www.faz.net/s/RubF013678339304BC99FB39AFEECB41D2C/Doc~EBFC72F0534A149BE84CA714A883B6B5C~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    PS. Die FAZ ist bestimmt erhaben gegenüber dem Vorwurf antimuslimisch zu sein.

    Viele Grüße und weiterhin Frohes Schaffen.

  3. southcross sagt:

    „Kein Migrant mit HartzIV Bezug darf nach der Gesetzgebung und Gerichtsurteilen in Deutschland bleiben“

    Antwort direkt auf die Kommentare von Wolfgang Pieper vom 23.9. um 7.14 und 17.23 Uhr.

    In anderen Foren nennen Sie sich ja „Berliner55“. Ich finde es erstmal bewundernswert, das Sie mit Ihren Unwahrheiten durchs Web tingeln (nicht nur Tagesspiegel, sondern auch der Blog von Tagesschau.de).

    Den Unterschied von Urteil und Gesetz sollten Sie sich wirklich mal erlesen. Die Verliner Ausländerbehörde hat zum Aufenthaltsgesetz des Bundes Verfahresanweisungen. In diesen ist ein Urteil zitiert, wonach einem arbeitslosen Migranten das Aufenthaltsrecht entzogen wurde.

    Und in dem Urteil heißt es u.a (was Sie ja auch zitieren):

    „Auch bei längerem Aufenthalt im Bundesgebiet,schützt nicht vor Ausreisepflicht,
    bei Anspruchnahme von Sozialtransfer”

    Und was ist nur ein Urteil? Ein Einzelakt, ein Einzelfall. Da sollte wohl jemand abgeschoben werden, der klagte dann dagegen und verlor und es kam zu dieser Urteilsbegründung. Die sich im übrigen völlig mit § 27 III des Aufenthaltsgesetzes deckt: Dort heißt es:

    „(3) Die Erteilung der Aufenthaltserlaubnis zum Zweck des Familiennachzugs kann versagt werden, wenn derjenige, zu dem der Familiennachzug stattfindet, für den Unterhalt von anderen Familienangehörigen oder anderen Haushaltsangehörigen auf Leistungen nach dem Zweiten oder Zwölften Buch Sozialgesetzbuch angewiesen ist. Von § 5 Abs. 1 Nr. 2 kann abgesehen werde“.

    Wie wirkt sich dies konkret aus? So:

    http://www.info4alien.de/84/coesfeld.htm

    Für zuwanderungswillige Personen, die sich NICHT selbst versorgen können, muss eine selbstschuldnerische Bürgschaft beigebracht werden. Und der Bürge muss dann für diese Person finanziell aufkommen.

    Ihre Erkenntnisse sind insofern also nicht neu. Das ist geltende Rechtslage. Und die Rechtslage verhindert den Zuzug NUR um Sozialleistungen zu beziehen.

    Nun aber zu Ihrem Fehler (und der ist heftig und topärgerlich, dass Sie damit auch noch mit breit geschwellter Brust und als angeblich Wissender durchs Web ziehen und über all diesen Sewnf ablassen):

    Ein Urteil ist immer auf einen Einzelfall bezogen. Daher werden weder in Berlin noch sonst wo weil es dieses Urteil gibt Beamte der Ausländerbehördenn nun zur Tat schreiten und Menschen aus den Betten reißen, Kinder aus den Schulklassen holen und Massenabschiebungen vornehmen.

    Und selbst wenn: Hätte dann ja jeder, der davon bedroht wäre, dagegen gerichtlich vorzugehen und wer weiß, was es dann für Urteile gibt…

    Und im übrigen: Haben Sie schon mal vom System der Arbeitslosenversicherung gehört? Dort zahlt man ein, für den Fall dass… Migranten abschieben zu wollen, weil sie vom Staat leben ist schon (zensiert). Und wenn dann wieder Arbeitskräfte benötigt werden? Dann holt man sich wieder neue, andere? Hat ja was von Sklavenmarkt, wie? Aber so ist das Buch von Sarrazin ja auch gemeeint:

    Da gehts nur um ökonomische Verwertungsinteressen, wie und wann Menschen „nützlich“ sind. Ekelerregend.

    Man muss annehmen, dass Thilo S. das Buch auch für Leute geschrieben hat, dioe absolut fakten- und erklärungsresistent sind, die mit Gerichtsbarkeiten und Rechtsinstitutionen nichts anfangen zu wissen und sich irgendwelche Dinge nur oberflächlich anlesen, um dann ihre Klischees bestätigt zu bekommen.

    Das ein Vorabdruck dann in der Zeitung mit den 4 Buchstaben („Ein Fisch wäre beleidigt, würde man ihn dort einwickeln“ Volker Pispers) veröffentlicht wurde, wundert dann auch nicht mehr.

    Vielen Dank Herr Eichner, ich wurde auf Ihre Analyse durch einen gesetzten Link aufmerksam. Sie ist das beste, was ich bisher zum Thema lesen konnte. Sie haben sich wirklich die Mühe gemacht Thilos Elaborat Stück für Stück zu zerpflücken.
    Ich werde den Link zu Ihrer Seite nun auch immer weiter geben.

    Und siehe die 3 ersten Posts: Es könnte eher die Hölle einfrieren, als dass Thilo S. nicht Recht hat. Es gibt sogar schon Leute, die ihm in seinen im Buch behaupteten Buch widersprechen („so kann man das nicht sagen“) um ihm dann doch recht zu geben.

    Am 3.Oktober wird in Berlin die rechtspopulistische mit ehemaligen Aktiven von REP/NPD gespeise Partei „PRO Deutschland“ zu einer „Solidaritätskundgebung“ für Thilo mobilisieren.

    Es wird Widerstand geben

    http://rechtspopulismusstoppen.blogsport.de/2-3-oktober/

    Southcross

  4. southcross sagt:

    „Kein Migrant mit HartzIV Bezug darf nach der Gesetzgebung und Gerichtsurteilen in Deutschland bleiben“

    Antwort direkt auf die Kommentare von Wolfgang Pieper vom 23.9. um 7.14 und 17.23 Uhr.

    In anderen Foren nennen Sie sich ja „Berliner55“. Ich finde es erstmal bewundernswert, das Sie mit Ihren Unwahrheiten durchs Web tingeln (nicht nur Tagesspiegel, sondern auch der Blog von Tagesschau.de).

    Den Unterschied von Urteil und Gesetz sollten Sie sich wirklich mal erlesen. Die Berliner Ausländerbehörde hat zum Aufenthaltsgesetz des Bundes Verfahresanweisungen. In diesen ist ein Urteil zitiert, wonach einem arbeitslosen Migranten das Aufenthaltsrecht entzogen wurde.

    Und in dem Urteil heißt es u.a (was Sie ja auch zitieren):

    „Auch bei längerem Aufenthalt im Bundesgebiet,schützt nicht vor Ausreisepflicht,
    bei Anspruchnahme von Sozialtransfer”

    Und was ist nur ein Urteil? Ein Einzelakt, ein Einzelfall. Da sollte wohl jemand abgeschoben werden, der klagte dann dagegen und verlor und es kam zu dieser Urteilsbegründung. Die sich im übrigen völlig mit § 27 III des Aufenthaltsgesetzes deckt: Dort heißt es:

    „(3) Die Erteilung der Aufenthaltserlaubnis zum Zweck des Familiennachzugs kann versagt werden, wenn derjenige, zu dem der Familiennachzug stattfindet, für den Unterhalt von anderen Familienangehörigen oder anderen Haushaltsangehörigen auf Leistungen nach dem Zweiten oder Zwölften Buch Sozialgesetzbuch angewiesen ist. Von § 5 Abs. 1 Nr. 2 kann abgesehen werde“.

    Wie wirkt sich dies konkret aus? So:

    http://www.info4alien.de/84/coesfeld.htm

    Für zuwanderungswillige Personen, die sich NICHT selbst versorgen können, muss eine selbstschuldnerische Bürgschaft beigebracht werden. Und der Bürge muss dann für diese Person finanziell aufkommen.

    Ihre Erkenntnisse sind insofern also nicht neu. Das ist geltende Rechtslage. Und die Rechtslage verhindert den Zuzug NUR um Sozialleistungen zu beziehen.

    Nun aber zu Ihrem Fehler (und der ist heftig und topärgerlich, dass Sie damit auch noch mit breit geschwellter Brust und als angeblich Wissender durchs Web ziehen und über all diesen Sewnf ablassen):

    Ein Urteil ist immer auf einen Einzelfall bezogen. Daher werden weder in Berlin noch sonst wo weil es dieses Urteil gibt Beamte der Ausländerbehördenn nun zur Tat schreiten und Menschen aus den Betten reißen, Kinder aus den Schulklassen holen und Massenabschiebungen vornehmen.

    Und selbst wenn: Hätte dann ja jeder, der davon bedroht wäre, dagegen gerichtlich vorzugehen und wer weiß, was es dann für Urteile gibt…

    Und im übrigen: Haben Sie schon mal vom System der Arbeitslosenversicherung gehört? Dort zahlt man ein, für den Fall dass… Migranten abschieben zu wollen, weil sie vom Staat leben ist schon (zensiert). Und wenn dann wieder Arbeitskräfte benötigt werden? Dann holt man sich wieder neue, andere? Hat ja was von Sklavenmarkt, wie? Aber so ist das Buch von Sarrazin ja auch gemeeint:

    Da gehts nur um ökonomische Verwertungsinteressen, wie und wann Menschen „nützlich“ sind. Ekelerregend.

    Man muss annehmen, dass Thilo S. das Buch auch für Leute geschrieben hat, dioe absolut fakten- und erklärungsresistent sind, die mit Gerichtsbarkeiten und Rechtsinstitutionen nichts anfangen zu wissen und sich irgendwelche Dinge nur oberflächlich anlesen, um dann ihre Klischees bestätigt zu bekommen.

    Das ein Vorabdruck dann in der Zeitung mit den 4 Buchstaben („Ein Fisch wäre beleidigt, würde man ihn dort einwickeln“ Volker Pispers) veröffentlicht wurde, wundert dann auch nicht mehr.

    Vielen Dank Herr Eichner, ich wurde auf Ihre Analyse durch einen gesetzten Link aufmerksam. Sie ist das beste, was ich bisher zum Thema lesen konnte. Sie haben sich wirklich die Mühe gemacht Thilos Elaborat Stück für Stück zu zerpflücken.
    Ich werde den Link zu Ihrer Seite nun auch immer weiter geben.

    Und siehe die 3 ersten Posts: Es könnte eher die Hölle einfrieren, als dass Thilo S. nicht Recht hat. Es gibt sogar schon Leute, die ihm in seinen im Buch behaupteten Buch widersprechen („so kann man das nicht sagen“) um ihm dann doch recht zu geben.

    Am 3.Oktober wird in Berlin die rechtspopulistische mit ehemaligen Aktiven von REP/NPD gespeise Partei „PRO Deutschland“ zu einer „Solidaritätskundgebung“ für Thilo mobilisieren.

    Es wird Widerstand geben

    http://rechtspopulismusstoppen.blogsport.de/2-3-oktober/

    Southcross

  5. southcross sagt:

    „Kein Migrant mit Hartz IV Bezug darf nach der Gesetzgebung und Gerichtsurteilen in Deutschland bleiben“

    Antwort direkt auf die Kommentare von Wolfgang Pieper vom 23.9. um 7.14 und 17.23 Uhr.

    In anderen Foren nennen Sie sich ja „Berliner55“. Ich finde es erst mal bewundernswert, das Sie mit Ihren Unwahrheiten durchs Web tingeln (nicht nur Tagesspiegel, sondern auch der Blog von Tagesschau.de).

    Den Unterschied von Urteil und Gesetz sollten Sie sich wirklich mal erlesen. Die Berliner Ausländerbehörde hat zum Aufenthaltsgesetz des Bundes Verfahrensanweisungen. In diesen ist ein Urteil zitiert, wonach einem arbeitslosen Migranten das Aufenthaltsrecht entzogen wurde.

    Und in dem Urteil heißt es u.a (was Sie ja auch zitieren):

    „Auch bei längerem Aufenthalt im Bundesgebiet, schützt nicht vor Ausreisepflicht,
    bei Anspruchnahme von Sozialtransfer”

    Und was ist nur ein Urteil? Ein Einzelakt, ein Einzelfall. Da sollte wohl jemand abgeschoben werden, der klagte dann dagegen und verlor und es kam zu dieser Urteilsbegründung. Die sich im übrigen völlig mit § 27 III des Aufenthaltsgesetzes deckt: Dort heißt es:

    „(3) Die Erteilung der Aufenthaltserlaubnis zum Zweck des Familiennachzugs kann versagt werden, wenn derjenige, zu dem der Familiennachzug stattfindet, für den Unterhalt von anderen Familienangehörigen oder anderen Haushaltsangehörigen auf Leistungen nach dem Zweiten oder Zwölften Buch Sozialgesetzbuch angewiesen ist. Von § 5 Abs. 1 Nr. 2 kann abgesehen werde“.

    Wie wirkt sich dies konkret aus? So:

    http://www.info4alien.de/84/coesfeld.htm

    Für zuwanderungswillige Personen, die sich NICHT selbst versorgen können, muss eine selbstschuldnerische Bürgschaft beigebracht werden. Und der Bürge muss dann für diese Person finanziell aufkommen.

    Ihre Erkenntnisse sind insofern also nicht neu. Das ist geltende Rechtslage. Und die Rechtslage verhindert den Zuzug NUR um Sozialleistungen zu beziehen.

    Nun aber zu Ihrem Fehler (und der ist heftig und topärgerlich, dass Sie damit auch noch mit breit geschwellter Brust und als angeblich Wissender durchs Web ziehen und über all diesen Sewnf ablassen):

    Ein Urteil ist immer auf einen Einzelfall bezogen. Daher werden weder in Berlin noch sonst wo weil es dieses Urteil gibt Beamte der Ausländerbehördenn nun zur Tat schreiten und Menschen aus den Betten reißen, Kinder aus den Schulklassen holen und Massenabschiebungen vornehmen.

    Und selbst wenn: Hätte dann ja jeder, der davon bedroht wäre, dagegen gerichtlich vorzugehen und wer weiß, was es dann für Urteile gibt…

    Und im Übrigen: Haben Sie schon mal vom System der Arbeitslosenversicherung gehört? Dort zahlt man ein, für den Fall das …. Migranten abschieben zu wollen, weil sie vom Staat leben ist schon (zensiert). Und wenn dann wieder Arbeitskräfte benötigt werden? Dann holt man sich wieder neue, andere? Hat ja was von Sklavenmarkt, wie? Aber so ist das Buch von Sarrazin ja auch gemeint:

    Da geht’s nur um ökonomische Verwertungsinteressen, wie und wann Menschen „nützlich“ sind. Ekelerregend.

    Man muss annehmen, dass Thilo S. das Buch auch für Leute geschrieben hat, dioe absolut fakten- und erklärungsresistent sind, die mit Gerichtsbarkeiten und Rechtsinstitutionen nichts anfangen zu wissen und sich irgendwelche Dinge nur oberflächlich anlesen, um dann ihre Klischees bestätigt zu bekommen.

    Das ein Vorabdruck dann in der Zeitung mit den 4 Buchstaben („Ein Fisch wäre beleidigt, würde man ihn dort einwickeln“ Volker Pispers) veröffentlicht wurde, wundert dann auch nicht mehr.

    Vielen Dank Herr Eichner, ich wurde auf Ihre Analyse durch einen gesetzten Link aufmerksam. Sie ist das Beste, was ich bisher zum Thema lesen konnte. Sie haben sich wirklich die Mühe gemacht Thilos Elaborat Stück für Stück zu zerpflücken.
    Ich werde den Link zu Ihrer Seite nun auch immer weiter geben.

    Und siehe die 3 ersten Posts: Es könnte eher die Hölle einfrieren, als dass Thilo S. nicht Recht hat. Es gibt sogar schon Leute, die ihm in seinen im Buch behaupteten Buch widersprechen („so kann man das nicht sagen“) um ihm dann doch recht zu geben.

    Am 3.Oktober wird in Berlin die rechtspopulistische mit ehemaligen Aktiven von REP/NPD gespeiste Partei „PRO Deutschland“ zu einer „Solidaritätskundgebung“ für Thilo mobilisieren.

    Es wird Widerstand geben

    http://rechtspopulismusstoppen.blogsport.de/2-3-oktober/

    Southcross

    (Hallo… Man sollte erst die Rechtschreibfehler entfernen, dann absenden. Daher habe ich diesen Text nun 3 x abgesendet, nun ohne Rechtschreibfehler, glaub ich…)

  6. Reinhardt Gutsche sagt:

    In der Wolle gefärbter Rassismus

    Daß ein großer Teil der Sarrazin-Fans darüber empört ist, ihn in „die rechte Ecke“ stellen und dem Rassismus-Vorwurf aussetzen zu wollen, stimmt immerhin nun insofern wieder hoffnungsvoll, als es doch noch Tabus zu geben scheint, die man als Deutscher angesichts der historischen Erfahrungen nun dann doch nicht brechen mag. Fragt sich nur, wann auch diese moralische rote Linie von der laut schweigenden Mehrheit überschritten wird.

    Sarrazin behauptet nun a posteriori, sein Verweis auf genetische Unterschiede zwischen den Ethnien, etwa zwischen Juden und Basken, sei mit keiner Wertung verbunden, woraus sich die Frage aufdrängt, wozu er dann überhaupt darauf hingewiesen hat.

    Was nun ist Rassismus?

    Claude Lévi-Strauss zufolge, dem wohl berühmtesten Anthropologen des 20. Jahrhunderts, handelt es sich beim Rassismus um „eine Lehre, die behauptet, in den geistigen und moralischen Eigenschaften, die einer wie immer definierten Gruppe von Individuen zugeschrieben werden, die unausweichliche Wirkung eines gemeinsamen genetischen Erbes zu erkennen.“ (Rede vor der UNESCO 1971, in: Claude Lévi-Strauss, Race et culture, Édition de l‘UNESCO, 1971) Demnach ist auch die Ableitung positiver, vermeintlich genetisch bedingter Gruppeneigenschaften bereits ein Ausdruck rassistischer Anschauungen. Zu Recht: Die Zuerkennung positiver kognitiver oder moralischer Charaktermerkmale impliziert im Umkehrschluß, anderen genetisch definierten Gruppen von Individuen jene positiven Eigenschaften per se abzusprechen.

    Da beißt also die Maus keinen Faden ab: Sarrazins Thesenkonstrukt ist in der Wolle gefärbter Rassismus. Was denn sonst? Die ihm jetzt wie einem Propheten an den Lippen hängen, sollten wenigsten den Mut aufbringen, die Katze eine Katze zu nennen und nicht wie selbige um den heißen Brei reden…

    Bleibt schließlich die letztlich entscheidende Frage: Wie stellen sich Sarrazin und seine Jünger denn nun die Endlösung der Moslemfrage vor? Da bei ihnen (den Moslems) wegen ihrer genetischen Minderwertigkeit eh Hopfen und Malz verloren sind und jegliche Bildungsförderungen per Definition folglich auf ewig unwirksam bleiben müssen und wir als christlich-abendländische Arier deutscher Nation nicht länger die Verunreinigung unseren edlen germanischen Blutes und die Verwässerung unserer deutschen gottgewollten Intelligenz dulden können, bleibt ja wohl nur noch…

  7. uniquolol sagt:

    @peterson:
    „…„Intelligenz ist aber zu 50 bis 80 Prozent erblich.“ Diese These ist natürlich falsch…“

    Weshalb „…natürlich…“?

    Hier noch etwas aus Spektrum der Wissenschaft:

    „…Intelligenz wird vererbt – An eineiigen Zwillingen, die nach der Geburt getrennt wurden und separat aufwuchsen, habe sich in den vergangenen Jahren deutlich nachweisen lassen, dass die allgemeine Intelligenz in hohem Maße angeboren ist. Die Korrelation ihrer IQs, so Roth, liege bei etwa 0.8. Das sei ein sehr hoher Wert. Vergleiche man etwa die IQ-Tests miteinander, die man selbst gemacht habe und deren Ergebnisse durchaus von der Tagesform abhängig sind, finde man auch nur eine Korrelation von 0.85 statt 1.

    IQ durch Gene oder Erziehung? – Anzweifeln könne man diese Ergebnisse der Zwillingsforschung dennoch. Selbst eineiige Zwillinge machen schon vor der Geburt Umwelterfahrungen, die möglicherweise wichtiger für ihre Intelligenzentwicklung seien als die Gene. Die meisten von ihnen haben außerdem einige Wochen gemeinsam verbracht, bevor sie getrennt wurden, und seien dabei ähnlich prägenden Erfahrungen ausgesetzt gewesen.

    Dennoch: Der Umwelteinfluss, den Adoptiveltern in Bezug auf die Intelligenz ausüben, sei letztlich gering. Letztlich könnte dies allenfalls Änderungen von plus oder minus 20 IQ-Punkten hervorrufen. Andererseits sind dies aber „immerhin 20 Punkte“, betont Roth. Hätte ein Kind bei normaler Erziehung beispielsweise einen IQ von 100 erreicht, so hätte eine sehr gute Erziehung – und insbesondere die wichtige frühkindliche Förderung bis zum 5. Lebensjahr – diesen auf 120 heben können…“
    Quelle: http://www.spektrum.de/artikel/983260

  8. Melanie sagt:

    Ein ehemaliger Schulfreund von mir ist Evolutionsbiologe in einem Genforschungsinstitut und ist einer der Wissenschaftler die sich in der Auseinandersetzung der „Vererbungstheorie“ eindeutig auf die Seite der Gruppe Wissenschaftler stellt die sich einig sind dass die „Fähigkeit zur Aneignung bestimmter Fertigkeiten“…. eine Definition von Intelligenz, es gibt deren mehrere.. eindeutig zu einem Prozentsatz bis 80 % vererbt ist. Was der Einzelne bedingt durch soziales Umfeld und entsprechender Förderung daraus macht ist nun wieder was anderes.

    Ich selbst bin „nur“ Grundschullehrerin und kann fast alle Thesen Sarrazins in der PRAXIS bestätigen. Ein wesentlicher Punkt IST die Weigerung muslimischer Migranten und deren Kinder zur Integration die sich am deutlichsten in der Weigerung zeigt unsere Sprache zu lernen.Der mexikanische Bauhilfsarbeiter und sein Sohn sprechen nach 6 Wochen Deutschlandaufenthalt besser Deutsch als die 8 jährige in Deutschland ansässige türkische Familie!!!

    Viele türkische Familien legen jedoch nicht nur auf eine intellektuelle sondern auch auf eine kreative Ausrichtung von Intelligenz gar keinen Wert.

    Es bleibt genauso eine Tatsache, dass die generell zunehmende Gewaltbereitschaft aller Kinder bei den muslimischen Migrantenkindern um ein vielfaches höher ist und deutschen Schülern gedroht wird und nicht umgekehrt.Ich habe allerdings auch eine Grundschulklasse mit über 50% Migranten kindern.

    Die Frage ist für mich also nicht ob Zuwanderungen kontrollierter ablaufen müssten und auch Ausweisungen erfolgen müssten bei Verweigerung von Integration sondern wie und ob dies überhaupt möglich ist. Schließlich liegen die Gründe für die vermehrte Zuwanderung eher im weltpolitischen Geschehen als im nationalen.

    Zum Schluß möchte ich noch anmerken dass der Ausdruck Sarrazin für die Intelligenz türkischer Migranten ..bildungsfern.. heißt und nicht dumm. Das ist für mich zumindest ein großer Unterschied.

  9. Zettel sagt:

    @ Manfred Peterson

    Danke für die Klarstellungen.

    Sarrazin verwechselte natürlich keineswegs

    Wenn hier etwas variiert, dann ist es nicht zwischen 50 bis 80 Prozent, sondern zwischen 25 und 64 Prozent.

  10. Zettel sagt:

    Eine Anmerkung zur Statistik:

    Eichener schreibt, beginnend mit einem Zitat von Sarrazin:

    „In der Originalquelle heißt es: „1. Die hohen Langzeitstabilitäten in der Intelligenzleistung, die bereits in der frühen Kindheit um r = .50 betragen und ab der späten Kindheit auf über r = .80 ansteigen, sprechen für das Vorliegen eines stabilen Persönlichkeitsmerkmals.“ (S. 417f.) Hier tauchen also die Werte 0,50 und 0,80 auf – aber es sind keine Prozentsätze, sondern es handelt sich hier um den Produkt-Moment-Korrelationskoeffizienten nach Bravais/Pearson, das in der Statistik am häufigsten verwendete Zusammenhangsmaß. Tatsächlich kann man eine Korrelation auch in Prozent ausdrücken, nämlich wie viel Prozent der Varianz der abhängigen Variable durch die unabhängige erklärt werden. Dieses Maß wird vom Determinationskoeffizienten R2 angegeben, dieser ist aber das Quadrat von r, in unserem Fall also 0,25 und 0,64. Wenn hier etwas variiert, dann ist es nicht zwischen 50 bis 80 Prozent, sondern zwischen 25 und 64 Prozent. “

    Aus dieser Passage geht hervor, daß Eichener leider nicht mit Testtheorie und Intelligenzforschung vertraut ist; im Unterschied zu Sarrazin, der sich in dieses Gebiet offenkundig eingearbeitet hat.

    Denn Eichener bringt zwei Dinge durcheinander, die nichts miteinander zu tun haben: Die Stabilität von Intelligenztests (die als Korrelationskoeffizient r ausgedrückt wird, ermittelt meist im Test-Retest-Verfahren, oder alternativ im Split-Half-Verfahren) und den erblichen Anteil an der der Gesamtvarianz der Intelligenz, der als Determinationskoeffizient R*2 ausgedrückt werden kann.

    Sarrazin spricht in dem Zitat von der Stabilität von Intelligenztests. Mit der Frage einer Erblichkeit der Intelligenz hat das exakt nichts zu tun.

    Zufälllig liegen hier die Korrelationskoeffzienten im selben Bereich von .50 bis .80 wie auch der geschätzte Varianzanteil der Erblichkeit an der Intelligenz, der auf einem völlig anderen Weg ermittelt wird.

    Diese zufällige numerische Übereinstimmung hat Eichener offenbar dazu gebracht, diese beiden Dinge durcheinanderzuwerfen.

    Das ist ungefähr so, wie wenn jemand Schuhgröße und Kragenweite verwechselt, weil beide in irgendeinem Kontext zufällig denselben numerischen Wert haben. 😉

    Ich möchte Herrn Eichener in aller Bescheidenheit vorschlagen, sich über die Grundlagen der Intelligenzmessung in „Zettels Raum“ kundig zu machen:

    http://zettelsraum.blogspot.com/2010/09/sarrazin-auf-dem-prufstand-der.html

  11. puxi sagt:

    den begriff „Sozialdarwinismus“ verwenden nur ignoraten und ahnungslose idioten, hat mal gar nix mit C.Darwin zu tun, der falsche postfix wird schon seit jahrhunderten verwendet.. 200 kurze Jahre??? evolution gab es schon 3,5 Mrd Jahre vor den ersten sozial organisierten lebewesen (wenn nicht noch länger wo anders).will heissen: sozial und darwin(=evolution) stammt NICHT annähernd aus dem selben Äonothem.

    ps richtig wäre „biologismus“ (genauso dumm,aber neutral)
    pps mir und C.Darwin ist es in genau weiteren 3,5 Mrd wurst wenn ihr „Sozialdarwinismus“sagt/schreibt/denkt.

  12. Oh Gott, Sie haben das wirklich gelesen?! Da gebührt Ihnen wirklich allergrößter Dank! (Ich krieg nicht mal Ihre Analyse rein, ohne zapplig zu werden!) Das ist Größe, Herr Professor! Aber ja – einer musste es ja tun…

  13. ichlebehier sagt:

    Sehr geehrter Herr Prof. Eichener,

    sie versuchen offentsichtlich ebenfalls mit Halbwissen, die sicherlich nicht immer richtigen Thesen von Herrn Sarrazin zu widerlegen.
    Dabei wäre es ratsam einmal auf die Straße zu gehen und die Gegebenheiten auf sich wirken zu lassen. Fahren sie doch einfach mal mit einer Polizeistreife durch Neukölln oder nehmen sie am Unterricht einer Grundschule im Wedding teil. Sie hätten sich dann den Artikel sparen können. Es geht nicht um die Zahlen, sondern die Wirklichkeit, die Menschen die nicht am ersten des Monats über 3000 Euro und mehr verfügen jeden Tag erleben.

  14. Edmund sagt:

    Maestro schreibt: „Bitte vorher das hier lesen, bevor noch jemand auf Eicheners Polemik reinfällt“. Wenn man die angegebene Abhandlung liest, bleibt eines sofort haften: „Aussagen der Demographie können in Statistiken, in Prognosen und in Szenarien bestehen. Statistiken müssen daraufhin geprüft werden, ob sie stimmen; Prognosen darauf, ob sie durch die existierenden Daten abgedeckt sind; und Szenarien darauf, ob sie plausibel sind.“ Und weiter heißt es, dass Sarrazin Szenarien beschreibt. Übersetzt bedeutet das, dass Wetter-Prognosen den morgigen Tag und Wetter-Szenarien das Wetter im September 2011 behandeln. Plausibel ist, dass es (z.B.) eine 2%ige bis 25%ige Wahrscheinlichkeit für Schneefall am 26.09.2011 in Garmisch gibt, je nach Windverhältnissen. Das war’s auch schon mit der Vorhersage. Völlig unnütze Feststellung, weil sie nicht genau genug ist. – Kein Mensch, also niemand, kann heute ernsthaft angeben, wie sich die deutsche Bevölkerung in den nächsten 90 Jahren verändern wird. Wenn man diesen Schwachsinn machen möchte, dann muss man dies für alle 10 Szenerien, die das Statistische Bundesamt veröffentlicht, angeben. Man kann da nicht das Szenario aussuchen, das einem genehm ist. Die Bandbreite der Ergebnisse wäre sodann allerdings extrem groß. Dies wäre zwar eine seriöse Darstellung des Themas, aber vollkommen uninteressant, denn eine brauchbare Aussage wird sich hieraus nicht ergeben; die Fehlerquote kratzt nämlich am „Unendlichen“. Sarranzin hat bei hart-aber-fair (ARD) zudem selbst darauf hingewiesen, dass sein letzte Kapitel „Satire“ sei. Noch niemals hat ein „Sachbuchautor“ so etwas Entlarvendes gesagt. Vergesst den Schwindel – es geht hier ums Geldverdienen und Bekanntbleiben. – Francis Galton lässt grüßen und wie ich feststellen muss, laufen noch ziemlich viel Doppelgänger von ihm herum.

  15. Axel sagt:

    Es ist eine Schande das dieses Buch veröffentlicht wurde.

  16. Edmund sagt:

    Herr Zettel, schön dass Sie sich eine solche Mühe machen, das in Millionen von Jahren durch Milliarden Milliarden Milliarden Versuche entstandene alte Erbmaterial und deren synaptische und proteinische Wirkungen dem Laien mathematisch/statistisch und mit Wahrscheinlichkeitsberechnungen erklären zu wollen, ohne sich ausschließlich auf die biologischen Vorgänge zu konzentrieren. Diejenigen Wissenschaftler, die sich mit dem hier dargestellten Thema auf einer Metaebene befassen, haben wohl vergessen, dass es in den Äonen, in denen die Gene entstanden, noch keine Intelligenztests, keine Juden, keine Basken und keine Religionen gab. Wie kommen nun im Laufe der letzten paar tausend Jahre solche modernen Dinge (direkt oder indirekt) in diese Gene? Und warum bleiben die Gene so stabil? Natürlich gibt es Zufälle, aber in der Natur müssen diese den Lebenstest bestehen und dieser benötigt viele Versuche (hierfür gibt es aber viel zu wenig Basken etc.).
    Wir sollten einer Meinung sein: Ein Jude, der gleich nach der Geburt in ein abgeschiedenes indisches Dorf gebracht wird und von einer sehr religiösen Familie und Sippe relativ abgeschottet erzogen wird, wird zu 100% die hinduistischen Gottheiten und nicht Jahwe verehren. Erziehung und Kultur – was braucht man mehr?

  17. Phobos sagt:

    @Melanie:

    > Ich selbst bin “nur” Grundschullehrerin und kann fast alle Thesen Sarrazins
    > in der PRAXIS bestätigen.

    Mein ehemaliger Grundschullehrer wollte mich auf die Sonderschule schicken, was („in der PRAXIS“) meiner akademischen Laufbahn wohl nicht zuträglich gewesen wäre. Aber mein Fall hätte sich sauber in die Statistik gefügt…

    > Ein ehemaliger Schulfreund von mir ist Evolutionsbiologe in einem
    > Genforschungsinstitut und ist einer der Wissenschaftler die sich in der
    > Auseinandersetzung der “Vererbungstheorie” eindeutig auf die Seite der Gruppe
    > Wissenschaftler stellt die sich einig sind dass die “Fähigkeit zur Aneignung
    > bestimmter Fertigkeiten”…. eine Definition von Intelligenz, es gibt deren
    > mehrere.. eindeutig zu einem Prozentsatz bis 80 % vererbt ist. Was der
    > Einzelne bedingt durch soziales Umfeld und entsprechender Förderung daraus
    > macht ist nun wieder was anderes.

    Geht es nicht nicht noch ein wenig schwammiger?

    Dr. Wolf-Ekkehard Lönnig vom Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung vertritt offensiv den Kreationismus, wonach u.a. das Universum von Gott in 6 Tagen geschaffen wurde. Wir müssen deshalb aber seine Forschung nicht grundsätzlich in Verruf bringen oder alle zu den Zeugen Jehovas übertreten.

  18. Edmund sagt:

    Um bei Phobos weiterzumachen: Melanie schreibt, ‚dass die “Fähigkeit zur Aneignung bestimmter Fertigkeiten”, eine Definition von Intelligenz … eindeutig zu einem Prozentsatz bis 80 % vererbt ist.‘ Hier verwechselt Melanie offensichtlich die (vom Bildungsbürgertum definierte) Intelligenz mit den eindeutig vererbten „arteigenen Verhaltensweisen“. Allerdings sind diese nicht individuell, sondern artspezifisch und somit jedem Esel, Ochsen und Menschen eigen.
    Noch ein Spässle als Zugabe: Das, was wohl bei vielen Vorschreibern als intelligente Leistung gilt, also die Angepasstheit an das von der Oberschicht bestimmte Leben, hat Oskar Heinroth, ein Hochschullehrer von Konrad Lorenz so beschrieben: „Neben den Schwingen des Argusfasans ist das Arbeitstempo des westlichen Zivilisationsmenschen das dümmste Produkt intraspezifischer Selektion“. Das Zitat stammt aus den 1920ern. Da der gesellschaftliche Druck, die Hast exorbitant zugenommen hat, könnte man auf die Idee kommen, dass die heutigen Menschen noch dümmer sind als vor 90 Jahren. Intelligent ist diese Arbeitsweise gewiss nicht, aber phylogenetisch eindeutig erklärbar.

  19. Welch Unfug!
    Aber kein Wunder wenn man Professor Eicheners anderen „wissenschaftlichen“ Arbeiten und „Forschungs“-Aktivitäten kennt sowie um seine Funktionen und „Ämter“ und und seine Politische Heimat weiss.
    Menschen wie er sind doch – vielleicht sogar in der besten Absicht – an der beklagten Misere Schuld. – Und dann dies.
    Welch Impertinenz!

  20. ... tut nichts zur Sache sagt:

    Sehr geehrter Herr Kollege Politikwissenschaftler,
    von Sarrazin habe ich schon eine Menge gehört. Aber Ihr Name ist mir unbekannt. Und ich habe – von Haus aus Jurist, im Zweistudium Politikwissenschaftler – mit Mühe auch nur einen Ansatz einer gepflügten Furche auf dem Acker der Politikwissenschaft in Verbindung mit Ihrem Namen gefunden.
    Zum Fachlichen – und da nur in aller Kürze; Ihr Geschribsel ist mehr Aufwand nicht wert:
    Sie picken sich nur das heraus, was sie stark kritisieren und mit scheinbar substantiierten „Argumenten“ belegen können. Dabei blenden Sie – ich unterstelle hier: wissent- und willentlich – völlig aus, dass die Probleme, die Sarrazin an- bzw. ausspricht de facto existent sind. Ob Sie mit Sarazin einer Meinung sind oder nicht, für einen „Professor“ ist eine derartige billige Auseinanderseztung nicht gerade ein Ruhmesblatt. Bisserl mehr Sachkenntnis, bisserl mehr Textbezug als bewusstes vorsätzliches „Dissen“ unter dem – in Ihrem Fall dünnen – Mäntelchen der Wissenschaftlichkeit, und wir könnten reden.
    Allein nur mit `nem Titel zu fuchteln und zu gröhlen „Ich hab Recht weil ich dat sach, dat dat so iss!“ – das ist daneben.
    Vielleicht liest man ja irgendein bekanntes Werk von Ihnen im nächsten Jahrhundert. So jedenfalls wird das nichts!

  21. ProDiskussionsfreiheit sagt:

    Herrn Eichener kann man nur dringendst empfehlen, dass er mal seinen Elfenbeintrum verlässt und sich mit der Lebenswirklichkeit, z. B. an einer Schule in Berlin-Neukölln, vertraut macht. Dann wird er vielleicht begreifen, dass Sarrazin in vielen Dingen richtig liegt. Wenn Eichener beispielsweise schreibt, dass die Talente, die Migrantenkinder mitbringen, durch die Unzulänglichkeiten des deutschen Schulsystems systematisch vergeudet werden, dann muss man fragen „In welcher Welt leben Sie eigentlich“. Herr Eichener, hospitieren Sie doch mal ein paar Tage an einer Schule mit mehrheitlich Schülern aus türkischen und arabischen Familien. Unterhalten Sie sich doch mal mit Lehrern über die Lernbereitschaft oder die Sekundärtugenden dieser Schüler. Warum erzielen denn Migratenkinder mit osteuropäischem und asiatischem Migrationshintergrund wenstlich bessere Lernergebnisse?

  22. goya sagt:

    Stabilität der Gene

    Zunächst war ich ziemlich irritiert, Sarrazin von gemeinsamen Genpool reden zu hören. Aber irgend jemand in irgendeiner Kommentarspalte hat dieses Buch zu Tage gefördert:

    „The 10,000 Year Explosion:How Civilization Accelerated Human Evolution“
    http://the10000yearexplosion.com/

    passend dazu fand ich auch:

    „Culture matters: How values shape human progress“

  23. Antje sagt:

    Über diese neusten Sarrazin-Nachrichten staunt man aber nicht schlecht: Sarrazin rettet türkischen Fußballverein?!
    http://www.youtube.com/watch?v=j4-qUvi7ozA

  24. Sarrazin = Nazi sagt:

    Vielen Dank Prof. Eichener für die Klarstellung.

    Sarrazin ist ein Verfälscher, eine Schwindler, ein Eugeniker, ein SPD-Unterwanderer und ein Nazi.

    Die SPD sollte ihn ausschliessen und seine Bodyguards sollten kündigen.

    Bye

  25. Martin sagt:

    Der Herr Prof. Dr. Volker Eichener ist der beste Beispiel für Herr Thilo Sarrazin
    Thesen.

  26. kai sagt:

    ist so, frauen die nicht arbeiten, haben mehr geburten wie andre, wozu arbeiten wenn man genug kindergeld und sozialhilfe bekommt. wieso verdiennen solche mütter im monat weniger wie die stütze hergibt? weil es den meisten an bildung fehlt? und werden so die kinder von diesen mütter je weiter wie mittelschicht kommen?

  27. Nur ein weiterer "Muslime" sagt:

    Guten Tag,

    ich bin kein Professor, sondern nur ein Koch.
    Meine Vater kommt aus Indien und wohnt seit über 30 Jahren in Deutschland. Meine Mutter ist deutsch. Ich wohne in einer „guten“ Gegend in Berlin.
    Bin nicht wie mein Name sagt ein Moslem, sondern Christ. Das habe ich nur geschrieben, weil wieder alles in eine Schublade gesteckt wird.
    Aussehen tue ich wie ein Araber.
    Ich kenne mich also, wie es so manche schon angesprochen haben, damit aus wie es so auf der Straße oder in den Klassenzimmern abläuft aus.
    Es stimmt wohl, das ein großer Anteil von Ausländern aus PROBLEM-bezirken kriminell sind. Genauso wie der Anteil von deutschen. Das Problem ist, dass die Immigranten in ein und die selben Bezirke gesteckt werden. Die Grundschullehrerin hat gesagt, dass der Mexikaner schnell deutsch gelernt hat. Klar! Er musste es ja auch, weil er sonst keine Zukunft hier in diesem Land hat. Wieviele Mexikaner gibt es schon in Berlin? Gibt es ein Viertel wo es nur Mexikaner gibt? Nein. Aber „Muslime“ wie ihr sie nennt, die werden alle zusammengesteckt. Die bauen sich natürlich ihre eigene Welt dort auf und haben es nicht nötig deutsch zu lernen. Natürlich ist das falsch, doch die Schuld liegt nicht nur bei denen. Viele Türken die in der Türkei leben können deutsch reden. In Arabischen Ländern sieht man Verkaufer die sich auf deutsch unterhalten können, aber ein Ausländer hat es in Berlin sehr leicht ohne deutsch sprechen zu können zu leben. Ihr sagt, Ausländer kriegen viele Kinder wegen dem Kindergeld? Sie kriegen genauso viele Kinder in ihren Ländern.

    Eine der schlimmsten Sachen doch ist es, dass man immer als schlechter Ausländer/Mensch abgestempelt wird nur weil man halt so aussieht. Ich steige in die S Bahn und der der vierer Platz an dem ich sitze ist der letzte an den sich andere Leute hinsetzen. Ich bin nicht hässlich und ich stinke auch nicht. Fast jeder Ausländer wurde schon verhaftet ohne etwas getan zu haben. Ich bin einmal aus einem Bus gestiegen und eine Minute später kamen Kripo-Beamte und haben mich gefilzt. Zur gleichen Zeit haben auf der gegenüberliegenden Seite der Straße 10 deutsche einen Joint geraucht. Als ich gefragt habe was das soll, dass die nicht kontrolliert wurden, bekam ich die Antwort:“ Das ist hier nicht die Sache!“ Ich habe mir Jahrelang eingeredet, sei höflich und sie merken, dass auch „Ausländer“ zivilisierte Menschen und gute Bürger sind. SCHWACHSINN!!!
    Ich bin in Deutschland geboren, behersche die deutsche Sprache und benehme mich auch wie ein deutscher, doch trotzdem bin ich nur ein Ausländer. Ausländer kriegen schwerer ein Job als deutsche, egal wie er die Sprache beherrscht. Meistens sind es Jobs wo es heisst, viel Arbeit, wenig Geld. Ein Ausländer hat nicht mal mehr Lust sich zu bewerben um wieder nur ne Absage zu bekommen, weil er ganz genau weiss das er vielleicht wieder nicht angenommen wird, weil er ein Ausländer ist. Ausländische Schüler werden genauso behandelt. Am Ende wundern sich die Leute warum sie kriminell werden. Ihr sagt euch, dass ist doch kein Grund. Doch man denkt sich einfach: Wenn die Leute sowieso denken das ich ein Krimineller bin, dann kann ich auch einer sein.

    Meiner Meinung nach sollte die Tolleranz steigen und dafür gesorgt werden, dass gleichstammige Immigranten nicht den gleichen Wohnsitz haben.
    Sonst endet es wieder mit der Rasseneinteilung.

    Guten Tag

  28. Tom sagt:

    Danke für diesen Artikel! Er zerlegt zumindest die angeblich wissenschaftliche Basis von TS und übrig bleib damit nur seine Hetze und seine Spalterei.

    Natürlich existieren Probleme, das streiten Sie auch gar nicht ab, die Erklärungen dafür sind nur deutlich vielschichtiger und nicht zuletzt bei uns selbst zu suchen. Wir brauchen Tolleranz und Verständnis, wir müssen uns Hände reichen anstatt mit Fingern auf andere zu zeigen. Auch Probleme in Berlin und anderen Großstädten verursachen wir selber mit indem viele Migranten nur in bestimmten Stadtvierteln Wohnungen bekommen. Natürlich ist der Migrantenanteil dann in den Schulen höher. Es sind so viele kleine Dinge die die Problematik beeinflussen und nun kommt noch hinzu, dass man im Ausland wegen Spalten wie TS wieder denkt: „Nein, nach Deutschland gehe ich lieber nicht. Vielleicht brennen da bald mal wieder die Moscheen“ Und das denken gerade die Fachkräfte die wir so dringend brauchen hier. Und die Realität zeigt leider, dass es schon wieder deutlich mehr Anschläge von Nazis auf Ausländerwohnheime, etc. gibt — toll, wie dem Problem von TS begegenet wird. Wenn er wenigstens nur einen Teil seines Geldes in Deutschlernangebote stecken würde… Aber nein, hier geht es um das Geschäfft. Auf die Kosten von Menschen.

  29. Vista sagt:

    „The concept of heritability plays a central role in the psychology of individual differences. Heritability has two definitions. The first is a statistical definition, and it defines heritability as the proportion of phenotypic variance attributable to genetic variance.“
    http://psych.colorado.edu/~carey/hgss/hgssapplets/heritability/heritability.intro.html

    Zu deutsch: „Das Konzept der Erblichkeit spielt eine zentrale Rolle in der Psychologie individueller Unterschiede. Erblichkeit hat zwei Definitionen. Die erste ist eine statistische Definition und sie definitiert Erblichkeit als den Anteil der phänotypischen VARIANZ, welcher der genetischen Varianz zuschreibbar ist.“

    Leider scheint Prof. Eichener über die statistische Definition von Erblichkeit (engl. „heritability“) – im Gegensatz zu Sarrazin – nicht im Bilde zu sein.

    Andernfalls hätte er sich die doppelte Peinlichkeit der Unkenntnis und des daraus resultieren Fälschungsvorwurfs an Sarrazin ersparen können.

    Dass er darüberhinaus dubiose Kronzeugen wie Richard Lewontin, der in den 70er mit populationsgenetischen Datensätzen massiv Schindlunder getrieben hat [1], den marxistischen Environmentaldeterministen Leon Kamin und Howard Gardner, der mit seinen „multiplen Intelligenzen“ den Spearman’schen Generalfaktor leugnet und in der seriösen Fachwissenschaft daher nicht ernst genommen wird, bemühen muss, spricht im übrigen Bände…

    [1] A.W.F. Edwards, Human genetic diversity: Lewontin’s fallacy.
    http://tv.isg.si/site/ftpaccess/elogedusavoir/Human%20genetic%20diversity%20-%20Lewontin%27s%20fallacy.pdf

  30. XX something something sagt:

    „Deutschland schafft sich ab“ richtet sich vor allem an bildungsferne deutsche Bundesbürger, welche die Unzuverlässigkeit der polemischen Phrasen Herrn Sarrazins niemals hinterfragen würden, weil sie eben nicht gelernt haben mit Texten kritisch umzugehen. Die Schrift stellt eine provokante pseudowissenschaftliche Debatte dar, welche keineswegs neu ist, sondern sich nur so verkauft. Ein oberflächliches Werk geschaffen für seine oberflächliche Leserschaft. Verkaufszahlen dieses Werks sagen aus, dass man in diesem Land auf literarische Qualität verzichtet und lieber polemische radikalisierte Schriften aus Unkenntnis und Ignoranz sich zu Gemüte führt. Vielleicht nutzt aber gerade Herr Sarrazin dieses aus um sich selbst auf dem Rücken dieser armen Gesellschaft eindeutig zu bereichern. In der Hinsicht“Schafft sich Deutschland [wohl] tatsächlich ab“.

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Meinungen zum Beitrag ...
  1. […] seid, bitte schaut euch auch den dortigen Artikel über Demographie an. In Diskussionen (Volker Eichener: Die seltsamen Methoden des Thilo Sarrazin) wird dieser als Beweis dafür, dass Akademiker extrem wenige Kinder kriegen zitiert, aber er […]



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