Büromarkt Frankfurt – Zweitbester Umsatz der letzten 10 Jahre

Der Frankfurter Büroflächenumsatz konnte im ersten Quartal 2012 erfreulich deutlich zulegen. Über alle Research-Häuser hinweg lagen die Zuwachsraten im zweistelligen Bereich.

Zwischen 122.000 qm (JLL) und 136.000 qm (BNPPRE) lag der Büroflächenumsatz im ersten Quartal 2012 in der Mainmetropole Frankfurt. Die Zuwachsraten liegen zwischen 26% (JLL) und 58,2% (Dr. Lübke). Das ist lt. Dr. Lübke das zweitbeste Ergebnis der letzten 10 Jahre. Frankfurt ist unter den Top-Standorten Deutschlands damit eine von zwei Metropolen, die im ersten Quartal Zuwachsraten verzeichnen konnten.

„Der unerwartet positive Start auf dem Büromarkt Frankfurt ist ein Beleg für die gute wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen in der Mainmetropole“, meint Metin Yildirim, Regionalleiter Frankfurt bei Dr. Lübke. „2012 hat so angefangen, wie es sich Eigentümer und Makler gewünscht hatten. Flächengesuche aus 2011 münden in solide Abschlüsse“, ergänzt Christian Lanfer, Leiter Bürovermietung Jones Lang LaSalle Frankfurt. Dabei zeigte sich vor allem der März als erfolgreicher Monat. „In den ersten Wochen des Jahres kam der Frankfurter Markt nur zögerlich von der Stelle, um sich im Frühjahr dann doch deutlich belebt zu präsentieren“, so Inga Schwarz, Research-Leiterin bei Cushman & Wakefield (C&W).

„Den stärksten Zuwachs beim Flächenumsatz konnten wir bei Großflächen größer 10.000 qm verzeichnen“, sagt Radomir Vasilijevic, Abteilungsleiter des Bürovermietungsteams bei NAI apollo. Gleich vier Großtransaktionen konnten im ersten Quartal beobachtet werden. Dazu zählen die Anmietung der KfW über 13.000 qm im ibc Tower sowie die Anmietung von Union Investment Asset Management über 12.700 qm im MainTor Porta Projekt der DIC Asset. Darüber hinaus waren mittelgroße Verträge zwischen 1.001 und 5.000 qm mit knapp 31% am Gesamtumsatz beteiligt. Bei den Branchen dominierten die Banken und Finanzdienstleister, auf die fast ein Drittel des Ergebnisses entfiel. Auf den weiteren Plätzen folgen die sonstigen Dienstleistungen (22%), Verwaltungen von Industrieunternehmen (16%) sowie die in Frankfurt traditionell stark vertretenen Beratungsgesellschaften mit 10%.

Die Spitzenmiete liegt zwischen 33 und 36 Euro/qm je nach Makler mit Tendenz nach oben. Grund sind knappe Top-Flächen. Auch der Gesamtleerstand reduzierte sich lt. BNPPRE leicht um 2% auf 2,09 Mio. qm. Insgesamt verfügen nur noch 43% der leerstehenden Flächen über eine moderne und damit bevorzugt nachgefragte Flächenqualität. Die Leerstandsquote liegt zwischen 13 und 16%. Derzeit befinden sich 455.000 qm Flächen im Bau. Das sind 16% mehr als im letzten Jahr. Grund ist der Baustart des TaunusTurm.

Für das Gesamtjahr rechnen die meisten Makler mit einer Überschreitung der 500.000-qm-Marke. „Die Mieter zeigen Vertrauen in den Standort Frankfurt, was sich in ihrer Bereitschaft, neue Mietverträge zu schließen, widerspiegelt. Aktuell sehen wir Bewegung über sämtliche Branchen und Flächengrößen hinweg, insbesondere im Sektor der für Frankfurt so wichtigen Banken- und Finanzdienstleister. Mit Spannung sehen wir dem weiteren Jahresverlauf entgegen. Nicht zuletzt sind die Konjunkturaussichten insbesondere für die Euro-Zone weiterhin eingetrübt und die Unwägbarkeiten auf den globalen Finanzmärkten nicht überwunden – wichtige Rahmenparameter auch für den Frankfurter Büroflächenmarkt“, so Inga Schwarz von C&W. (AE)

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