UBS bringt Blasen-Index – viele Städte überbewertet

 

 

UBS Wealth Management bringt einen eigenen Index zur Entwicklung städtischer Wohnimmobilienmärkte. Der Index untersucht insgesamt 15 ausgewählte Städte weltweit im UBS Global Real Estate Bubble Index. Die meisten Städte sind dabei deutlich überbewertet. Droht eine Blasenentwicklung?

Der neue Index von UBS Wealth Management misst das Risiko einer Immobilienblase anhand wiederkehrender Muster in ausgewählten Finanzzentren. UBS bewertet die Standorte dabei in die Kategorien depressed, undervalued, fair-valued, overvalued und bubble-risk. UBS vergleicht das aktuelle Verhältnis zwischen Kaufpreis und Einkommen bzw. Kaufpreis und Mietzins-Niveau. Eine sich durch das Preis-Einkommens-Verhältnis ergebene geringe Erschwinglichkeit lässt darauf schließen, dass ein langfristiger Preisanstieg unwahrscheinlich ist. Ein hohes Verhältnis von Kaufpreis zu Mietzins deutet dagegen auf eine „gefährliche“ Abhängigkeit von niedrigen Zinsen hin, so UBS.

 

Lt. UBS haben sich seit 1998 die Immobilienpreise in vielen Städten mehr als verdoppelt. Im Durchschnitt sei das Preisniveau höher als vor der Finanzkrise 2007/2008. Das Risiko einer Immobilienblase sei in London und Hongkong am ausgeprägtesten. Einzige deutsche Stadt im Index ist Frankfurt, das ebenfalls als überbewertet gilt. Insgesamt sind nur zwei Städte fair bewertet (New York und Boston) und eine Stadt gilt sogar als depressiv (Chicago).

„Eine Mischung aus optimistischen Erwartungen, günstigen ökonomischen Fundamentaldaten und Kapitalzuflüssen aus dem Ausland liess die Bewertungen in einigen Städten in den vergangenen Jahren kräftig ansteigen. Die lockere Geldpolitik hat eine Normalisierung der Wohnimmobilienmärkte verhindert und das Risiko lokaler Blasen erhöht“, so Claudio Saputellli, Leiter Global Real Estate bei UBS CIO WM.

UBS definiert den Begriff Blase als deutliche und anhaltende Fehlbewertung eines Vermögenswertes. Auguren sind sich uneinig. Eine Immobilienblase ist meistens ausgelöst durch spekulative Investments. Der Spread zwischen Mieten, Zins und Preisen ist ebenfalls ein Indikator für eine mögliche Blasenentwicklung.

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