ZIA kritisiert Klimaschutzplan der Bundesregierung

23.Februar 2016   
Kategorie: News

Berlin: ZIA kritisiert Maßnahmenset der Bundesregierung für Klimaschutzplan 2050. So lehnt der ZIA die Beschränkung der Förderung von Neubau und Sanierung abhängig von den verwendeten Baustoffen, Bauteilen und Baugruppen vorgeschlagen werden, ab. Eine Beschränkung der Förderung auf besonders nachhaltige Baustoffe könnte einen zusätzlichen Sanierungsstau befördern bzw. energieeffizienten Neubau bremsen. Im Punkt „Angleichung der Standards für Neubauten an die Erfordernisse des Klimaschutzes“ schlägt die Bundesregierung vor, die Anforderungen der EnEV für Neubauten bis 2020 mindestens auf das Niveau des heutigen KfW-55 Energieeffizienzhauses oder niedriger zu steigern. Bis 2030 sollen die Standards in Richtung Plusenergiehaus weiterentwickelt werden. Auch diesen Aspekt kritisiert der ZIA. „Die hier vorgeschlagenen erheblichen Verschärfungen des Neubaustandards sind unter Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten, gerade auch aus dem Blickwinkel der Ergebnisse des Bündnisses für bezahlbares Bauen und Wohnen heraus, abzulehnen. Bezahlbarer Neubau sollte vor dem Hintergrund des aktuellen Zustroms und der angespannten Immobilienmärkte insbesondere in unseren Großstädten das absolute Nonplusultra sein“, sagt Andreas Mattner, ZIA Boss. Aufgrund der angekündigten energetischen Zwangssanierungen von Bestandsgebäuden, werden Immobilien keine Form der privaten Altersvorsorge mehr darstellen. Zur Finanzierung der energetischen Sanierungen wird regelmäßig eine nicht unerhebliche Kreditaufnahme notwendig sein. Bis dato abgezahlte Wohnimmobilien werden erneut erheblich finanziell belastet und die Eigentümer, regelmäßig Rentner, müssen Zins und Tilgung tragen. Zudem ist völlig unklar, ob Banken den betroffenen Rentnern Kredite ohne zusätzlich Absicherung durch die nachfolgende Generation gewähren. Somit wären auch diese negativ betroffen. – Zudem ist grundsätzlich fraglich, ob hier noch ein verfassungsrechtlich verhältnismäßiger Eingriff ins Eigentum vorliegt.

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