Superreiche rechnen mit Wertzuwächsen

30.März 2010   

Kategorie: Der Fondsbrief

Wealth Report 2010: Höchste Preissteigerungen bei Luxuswohnungen in Asien

New York ist die attraktivste Stadt weltweit

New York ist die attraktivste Stadt weltweit

Die Reichen dieser Welt glauben daran, dass ihr Immobilienvermögen in diesem Jahr wächst. Das ist ein Ergebnis des Wealth Report 2010, einer Umfrage des Immobilienunternehmens Knight Frank und der Citi Private Bank. So erwartet die Hälfte der ultrareichen Bank-Kunden den größten Wertzuwachs bei Wohnungen, knapp ein Drittel bei gewerblichen Objekten.

Immobilien machen im Schnitt 33 Prozent des Portfolios der Befragten aus. Aktien folgen mit einem Anteil von 24 Prozent. „Die Wohlhabenden dieser Welt setzen vor allem auf den langjährigen Wertzuwachs“, so David Poole, Head der Citi Private Bank in Großbritannien. Es folgen die Kriterien Stabilität und Rendite.

Mehr als 70 Prozent der Superreichen meinten, 2010 sei ein gutes Jahr, um in Immobilien zu investieren. Auffällig ist, dass sie sich selbst eine hohe Expertise in Sachen Geldanlage attestieren. Was Medien und das Internet berichten, spiele nur eine untergeordnete Rolle. Mehr als jeder Dritte will in diesem Jahr einen neuen Zweitwohnsitz kaufen, immerhin 13 Prozent planen den Kauf eines neuen Erstwohnsitzes.

Eine gute Gelegenheit, um zuzuschlagen: An drei von vier untersuchten Standorten sind die Preise für luxuriöse Wohnimmobilien gesunken. Am stärksten betroffen sind Dubai mit einem Minus von 45 Prozent und Dublin mit minus 25 Prozent. Hier sind die Preise ausgelöst durch den Boom vor der Kreditkrise allerdings auch am schnellsten gestiegen.

Diese Schicksal könnte künftig einige asiatische Städte treffen. In Shanghai haben sich 2009 die Preise für Luxus-Appartements mehr als verdoppelt. Hongkong meldet ein Plus von mehr als 40 Prozent. „Diese starke Polarisierung wird sich 2010 abmildern“, meint Liam Bailey, bei Knight Frank für das Wohnungs-Research verantwortlich. Er betont, dass an vielen Standorten im zweiten Halbjahr ein Preisanstieg eingesetzt habe. So sind die Werte etwa in New York in der zweiten Jahreshälfte um zwei Prozent geklettert, gaben aber übers Jahr gesehen um zwölf Prozent nach.

Dennoch ist Big Apple die attraktivste Stadt weltweit – auch das ein Ergebnis des Wealth Reports, der in dieser Kategorie wirtschaftliche Aktivität, politische Macht, Wissen und Einfluss sowie Lebensqualität bewerten lässt. Damit hat New York London von Position eins verdrängt. Die britische Hauptstadt hat mehr als andere Finanzzentren unter der Krise gelitten. Als Folge fürchten die Reichen eine mögliche Änderung des bislang stabilen Steuerumfeldes.       New York ist die attraktivste Stadt weltweit.

Tokio und Paris folgen auf den Plätzen drei und vier. Berlin belegt als beste deutsche Stadt Position acht, Frankfurt Platz 15 und München Platz 26. Warum eine so langweilige und reglementierte Stadt wie Peking Platz neun belegt, sollten mir die Macher der Studie mal erklären, zumal die chinesische Hauptstadt den vierten Platz im Bereich politischer Macht erzielt und damit vor London, Paris und Tokio liegt. Vielleicht zählen die Missachtung der Menschenrechte und eine Internet-Zensur ja doppelt. Bei der Lebensqualität führt Paris mit voller Punktzahl vor Berlin, Toronto und Frankfurt. Das erklärt den Nimbus Berlins als besten Aufsteiger mit fünf Plätzen in der Gesamt-Rangliste. Größte Verlierer sind Dubai und Washington.

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