AWI-Index – Wohninvestments sind nicht zu stoppen

9.August 2012   

Seit 2008 ermittelt Aengevelt Research den Wohninvestment-Index (AWI). Er erfasst quartalsweise die Einschätzungen von rd. 200 Experten aus allen Bereichen der Wohnungswirtschaft. Seit Herbst 2009 steigt der Index stetig und so auch in seiner diesjährigen Sommerbefragung. Mit einem Wert von 69,3 Punkten legt er im Quartalvergleich um rd. 0,6 Punkte zu. Das Marktgleichgewicht schätzt Aengevelt zwischen 40 und 60 Punkten ein. Somit liegt der Indexwert deutlich über dem Marktgleichgewicht. 58% der Marktteilnehmer erwarten steigende Mieten und sogar 60% steigende Kaufpreise sowie eine zunehmende Wohnungs- (48%) und Investmentnachfrage (55%).

AWI Index

AWI Index

Stark nachgefragt werden Objekte in guten Lagen. Ein Rückgang der Einstiegsfaktoren ist nahezu ausgeschlossen. Selbst der Gebäudezustand ist weniger wichtig als die Lage. Die meisten Wertschöpfungspotenziale sieht Aengevelt beim Verkauf von Objekten in sehr guten Lagen. Ein Einstieg in Nebenlagen kann lohnenswert sein. Differenziert nach Lagen ist die Stimmung in mittleren LAgen und guten LAgen aus Eigentümer- bzw. Vermietersicht am besten. In einfachen Lagen ist der Wohnungsmarkt im Gleichgewicht.

Einen Rückgang der Mieten schließen die Experten aus. 64% der Befragten rechnet mit steigenden Mieten, in guten Lagen sogar 73%. Selbst in einfach Lagen rechnen 39% mit Mietsteigerungen. Mit steigenden Wohnnebenkosten rechnen 73% der Befragten. In mittleren Lagen liegt die Erwartung bei 68% und in guten Lagen bei 66%.

Das Angebot an guten Objekten ist und bleibt knapp. 39% rechnen mit einer weiteren Verknappung in guten Lagen. In mittleren sind es 31% und in einfachen Lagen 19%. 55% rechnen mit einem weiteren Anstieg der Nachfrage. Auch die Preise werden steigen. 77% rechnen mit steigenden Preisen in guten Lagen. Selbst in einfachen Lagen rechnen noch 33% mit steigenden Preisen.

Der Neubau wird die Nachfrage nicht decken können. 33% rechnen nur mit Neubauinvestitionen in sehr guten Lagen. Modernisierung und Sanierung kommt größere Bedeutung zu. 41% der Befragten rechnen mit steigenden Investitionen.

Aufgrund der steigenden Nachfrage durch das anhaltende Sicherheitsbedürfniss der Investoren rechnet Aengevelt mit weiterhin guter Nachfrage bei Investitionen in Wohnimmobilien und weiterhin knappem Angebot. Die Preise und Mieten werden tendenziell eher steigen.

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