Berlin bleibt Handelsmagnet

 

Berlin gehört für Einzelhandelsunternehmen und –investoren ins Portfolio. Das zumindest ist die Einschätzung von Jones Lang LaSalle nach der Handelsimmobilienmesse Mapic, die kürzlich in Cannes stattfand. JLL untersuchte die aktuelle Situation auf dem Berliner Einzelhandelsimmobilienmarkt.

Magnet und Top-Standort in der Hauptstadt ist der Kurfürstendamm und die Tauentzienstraße. 320 Shops mit einer Fläche von 276.300 qm bilden das Zentrum des Shoppings im Berliner Westen. Spitzenmieten von bis zu 240 Euro/qm werden hier aufgerufen. Die Tauentzienstraße ist mit einem Filiasierungsgrad von 100% zudem die konsumigste Toplage. Mit dem Zoofenster, den Entwicklungen am Breitscheidplatz, dem Umbau des Zoobogens und dem Neubau des Schimmelpfeng-Hauses stehen zudem interessante Neuentwicklungen an. Auch das Haus Cumberland könnte wichtiger Impulsgeber werden.

Im Osten Berlins ist der Alexanderplatz das Handelszentrum. Die Verkaufsfläche liegt hier bei rd. 146.000 qm und hat sich innerhalb von nur 5 Jahren verdoppelt. Die aktuelle Spitzenmiete liegt bei 180 Euro/qm.

Außerhalb des Zentrums ist die Schloßstraße mit 245 Shops und 164.900 qm Verkaufsfläche. Die Spitzenmiete liegt hier bei nur 90 Euro/qm. Das Kaufkraftniveau ist im Bezirk Steglitz-Zehlendorf, in dem die Schloßstraße liegt, am höchsten.

Der Touristenmagnet, Friedrichstraße bietet derzeit 185 Shops bei 89.700 qm Fläche. Die aktuelle Spitzenmiete liegt bei 140 Euro/qm. Aushängeschild ist die Galerie Lafayette, der Departmentstore im Quartier 206 und das „The Q“.

Am Hackeschen Markt und seinen Seitenstraßen werden derzeit 130 Euro/qm Miete aufgerufen. Damit hat sich das Mietniveau in den letzten 5 Jahren mehr als verdoppelt. Besucher finden hier 300 Shops mit 50.000 qm Fläche. Vor allem die Oranienburger Straße wird in den nächsten Jahren bei Konsumenten und Investoren immer beliebter werden glaubt JLL.

Die einzige Fußgängerzone unter Berlins Toplagen ist die Wilmersdorfer Straße. Seit Eröffnung der Wilmersdorfer Arcaden hat die Entwicklung zwischen S-Bahnhof Charlottenburg und Schillerstraße eine positive Entwicklung genommen. Bei einer Verkaufsfläche von 82.900 qm liegt die Spitzenmiete bei derzeit 80 Euro/qm.

Die Nahtstelle zwischen Ost- und West-Berlin bildet der Leipziger Platz und Potsdamer Platz. Knapp 60.000 qm Verkaufsfläche bei Spitzenmieten von 70 Euro/qm werden hier bezahlt. Vor allem vom Leipziger Platz erwartet JLL eine positive Entwicklung, da hier derzeit eines der wichtigsten Shopping-Center Entwicklungen Berlins entsteht.

Auch für Investoren bleibt Berlin interessant. Auch wenn das Einzelhandels-Transaktionsvolumen in diesem Jahr unter dem des letzten Jahres liegt, so erwartet JLL eine weiterhin steigende Investorennachfrage für Handelsimmobilien in der Hauptstadt. In diesem Jahr lag das Transaktionsvolumen bei 528 Mio. Euro (2010: 670 Mio. Euro). Das sind ca. 6% des Gesamttransaktionsvolumens. Die Nettoanfangsrendite liegt derzeit zwischen 4,6% an der Tauentzienstraße und 5,6% an der Wilmersdorfer Straße.

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