100. Deutsche Hypo Index – Trendwende oder nur Durchatmen?

12.April 2016   

Die Deutsche Hypo ludt gemeinsam mit bulwiengesa nach Frankfurt zur Präsentation des 100. Deutsche Hypo Index. Seit nunmehr 8 Jahren veröffentlicht bulwiengesa, das damals noch King Sturge Index genannte Stimmungsbarometer. Seit mittlerweile 4 Jahren nennt die Deutsche Hypo den Index ihr Eigen. Zum Jubiläum zeigt der Index bei steigender Konjunktur ein fallendes Klima. Dabei sind die Fundamentaldaten gut, bei gleichzeitig immer stärkeren Störgefühlen der Marktteilnehmer.

 Deutschland ist in einem der längsten Konjunkturaufschwünge der Geschichte. Die wirtschaftlichen Rahmendaten sind gut. Die Zinsen gleichzeitig niedrig. Dennoch trübt sich lt. neuestem Deutsche Hypo Index die Stimmung, bzw. das Immobilienklima deutlich ein. In der monatlichen Befragung von 1.000 Experten sank sowohl das Investment- als auch das Ertragsklima um 2,5 bzw. 5% auf 141,8 bzw. 124,8 Punkte. Insgesamt wurde ein Minus von 3,7% auf 133,2 Punkte registriert. Einen Rückgang dieser Dimension habe es zuletzt im Juni 2015 gegeben.

 Spitzenreiter bleibt das Wohnklima gefolgt vom neuen Hotelindex, Logistik, Büro und Handel. Den stärksten Rückgang hat dabei das Bürosegment mit 5,6% auf 130 Punkte verbuchen müssen. Selbst beim Allzeitspitzenreiter Wohnen ging der Index um 2,5% zurück.

 Soweit zur Stimmung. Die rein Daten basierte Analyse der Immobilienkonjunktur kommt hingegen zu einem anderen Urteil. Zwar verzeichnete die Konjunktur seit Jahresbeginn kontinuierlich Abstriche, kann jedoch im April wieder um 2,9% auf 275,2 Punkte zulegen.

 „Die Daten sind gut, aber das Baugefühl sagt was anderes“, kommentiert Andreas Pohl, Vorstandssprecher der Deutschen Hypo die aktuellen Entwicklungen. Eine völlig neue Situation für alle Marktteilnehmer wobei keiner wüsste, wo die Reise hingeht. Pohl sei sich sicher, dass nur ein unerwarteter externer Schock, den noch niemand auf der Rechnung habe, zum Wendepunkt führe.

 „Unser Index hat sich innerhalb kürzester Zeit als wichtiger Gradmesser in der Branche etabliert“, so Herausgeber Andreas Schulten, Vorstand er bulwiengesa AG. Hinsichtlich seiner Aussagekraft meinten Schulten und Pohl, dass der Index in verschiedenen Szenarien bereits bewiesen habe, dass er externe Ereignisse vorhersehen könne. So habe der Index bereits 6 Monate vor der Lehman-Brothers-Insolvenz und dem Beginn der weltweiten Finanzkrise deutlich negativ ausgeschlagen.

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