vdp-Immobilienindex: Deutliche Miet- und Preissteigerungen im ersten Quartal

13.Mai 2018   

Der vdp-Immobilienpreisindex zeigt im ersten Quartal ein Plus von 8,8% gegenüber dem Vorjahresquartal. Das ist die größte Wachstumsrate im gesamten Betrachtungszeitraum seit 2004. Der Wohnungs- und Gewerbeimmobilienmarkt zeige sich bei allen Indikatoren als sehr stabil. Sowohl wirtschaftliche Rahmenbedingungen, als auch niedrige Zinsen und intakte Nutzermärkte sprechen für weiteres Wachstum. Von abschwächender Dynamik könne keine Rede sein, so der vdp.

Der vdp beruft sich bei seinem Index auf Transaktionsdaten, die seine Mitglieder regelmäßig melden. Zugrunde liegen dabei die Daten des Immobilienfinanzierungsgeschäfts seit 2004. Im ersten Quartal zeigt der Index mit 8,8% das höchste jemals festgestellte Wachstum. Dabei sind sowohl Wohn- als auch Gewerbeindex gestiegen.

Im ersten Quartal stiegen demnach die Preise bei Wohnimmobilien um 9,2% gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal. Getragen wird die Entwicklung lt. vdp vor allem vom Anstieg der Preise bei Mehrfamilienhäusern, die bei 10,9% lag. Mehrfamilienhäuser stehen besonders bei Investoren im Fokus. Diese berufen sich vor allem auf höhere Neuvertragsmieten von 3,5% und einem Absinken des Liegenschaftszinssatzindex von -6,6%. Selbst genutztes Wohneigentum verteuerte sich um 7,4%. Bei Eigentumswohnungen scheint die Ankurbelung der Neubautätigkeit die Marktsituation etwas zu entspannen. Die Preise steigen mit 6,3% erstmals schwächer als die Preise für Eigenheime (+7,8%).

Besonders im Fokus stehen die Top-7 Märkte in Deutschland. Hier liegt die Preisentwicklung mit 13,1% deutlich über dem Bundesschnitt. Bei den Top-Städten sieht der vdp einen Mietpreisanstieg im ersten Quartal von 5,8% sowie einen Preisanstieg von Mehrfamilienhäusern von 13,7%. Investoren sind auch hier wesentlicher Preistreiber.

Gewerbeimmobilien verteuern sich im ersten Quartal um 7,4%. Preistreiber ist hier die Büroimmobilie mit einer Steigerung von 9,7%. Das knappe Angebot führe hier auch zu steigenden Mieten (+4,1%). Gleichzeitig sinkt der Liegenschaftszinssatz um 5,2%. Einzelhandelsimmobilien verteuern sich mit einem Plus von 3,4% weniger stark. Hier ist die schwierige Situation auf den Vermietungsmärkten ausschlaggebend für die Entwicklung.

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