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Erfahren Sie alle Neuigkeiten und Hintergründe aus der Handelsszene. Der Report von Chefredakteurin Dr. Ruth Vierbuchen beschäftigt sich mit den Einzelhandelsimmobilien unter den verschiedenen Blick-winkeln von Immobilienwirtschaft, Einzelhandel sowie der kommunalen Stadtentwicklung. Interviews, aktuelle News, Informationen über Deals, Kooperationen, Personen und Veranstaltungen runden das Informationsangebot jeder Ausgabe ab.

Der Handelsimmobilien Report Nr. 472:

Editorial von Ruth Vierbuchen: Es hatte schon etwas Manisches, die Beschwörungen des „Sommermärchens“ vor der Fußballweltmeisterschaft 2026 durch die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender – in Anspielung auf die für Deutschland magische Weltmeisterschaft 2006 im eigenen Land. Das dann folgende sang- und klanglose Ausscheiden der deutschen Fußballmannschaft in der Runde der letzten 32 hat dann gezeigt, dass 2026 nicht 2006 ist und sich „Sommermärchen“ nicht erzwingen lassen. Vor 20 Jahren hatten die Deutschen über Nacht überrascht festgestellt, dass die Wirtschaft wieder wuchs – nach einer schweren Rezession 2001/02 mit 6 Mio. Arbeitslosen, den Härten der Agenda 2010 und einer fast hoffnungslosen Grundstimmung. „026 ist die Lage eine andere.


Der Handelsimmobilien Report Nr. 471

Editorial von Ruth Vierbuchen: Nachdem die Beschwörungsformel der Immobilienbranche aus der Zins-Wende-Zeit „survive till 25“ nicht zu der erhofften Rückkehr der Niedrigzinsphase geführt hat, scheint auch die Formel „ich tue nix till 26“ in diesem Sinne wirkungslos zu verpuffen. Denn seit mit dem Iran-Konflikt und der Sperrung der Straße von Hormus die Inflation mit 3,2% u.a. über die Öl- und Kraftstoffpreise in die Euro-Zone zurückgekehrt ist, hat die Europäische Zentralbank (EZB) sehr schnell mit einer Erhöhung der Leitzinsen um 0,25% reagiert. Die Märkte hatten auch damit gerechnet, denn die Gefahr, dass sich die Preiserhöhungen über die Produktionsketten und Lohnerhöhungen immer weiter ausbreiten und das Wirtschaftswachstum dämpfen, ist hoch. Das Argument, dass Zinserhöhungen die Wirtschaft abwürgen könnten, läuft damit ins Leere. So oder so wird das Wirtschaftswachstum durch die geopolitischen Konflikte belastet.


Der Handelsimmobilien Report Nr. 470

Editorial von Ruth Vierbuchen: Die Farbe „Grau“ steht zweifellos nicht für Lebensfreude und Aufbruchstimmung. Sie steht für eine bedrückte Stimmung wie sie von Novembertagen mit Hochnebel oder feuchtem Nebel, der sich tief in den Tälern festsetzt, bekannt ist und an denen kein Wind die Wolken vertreibt. Man spricht auch vom „grauen Alltag“, wenn man den täglichen Arbeitstrott beschreiben will. Dass sich die Farbe Grau negativ auf die Psyche auswirken kann, ist aus Loriots Spielfilm Ödipussi bekannt, seit die Psychologin Margarethe Tietze ihrem Lebensgefährten, dem Raumausstatter Paul Winkelmann, erklärt, er dürfe seinen Kunden keinen grauen Stoff für die Aufarbeitung ihrer Polstermöbel verkaufen. Die seien doch eh‘ schon depressiv und könnten durch die graue Farbe womöglich in den Selbstmord getrieben werden. Mit Blick auf diese eher negative Wirkung, die der Farbe zugeschrieben wird, stellt sich die Frage, warum noch in der vergangenen Boomphase etwa bei Autos die Farbe Grau zur Modefarbe auserkoren wurde und auch im Mode-Bereich düstere und blasse Farben dominieren.


Der Handelsimmobilien Report Nr. 469

Editorial von Ruth Vierbuchen: Die Botschaft des RICS Global Commercial Property Monitor (GCPM) für das erste Quartal in Deutschland könnte verwirrender kaum sein. Denn die Stimmung auf dem Immobilienmarkt ging mit 5 Punkten kräftig nach oben. Der Index, der die Stimmung der Mieter misst, machte einen noch größeren Sprung um 7 Punkte und beim Index für die Stimmungsmessung der Investoren ging es um 4 Punkte nach oben. Auf den zweiten Blick stellt sich freilich die Frage: Ja, wohin springen sie denn? Der Commercial Property Sentiment Index schafft es gegenüber dem vierten Quartal 2025 gerade einmal auf -21. Der Occupier Sentiment Index schafft es auch nur auf -21 und der Investment Sentiment Index auf -20. Diese Entwicklung spiegelt anschaulich die Orientierungslosigkeit, die hierzulande herrscht, seit die Europäische Zentralbank im Sommer 2022 ihre Geldpolitik straffen musste.


Der Handelsimmobilien Report Nr. 468

Der Handelsimmobilien Report Nr 468 Editorial von Ruth Vierbuchen: Die Umfragewerte von Bundeskanzler Friedrich Merz und seiner schwarz-roten Bundesregierung sind ein Jahr nach ihrem Amtsantritt…


Der Handelsimmobilien Report Nr. 467

Editorial von Ruth Vierbuchen: Die Lage in der deutschen Wirtschaft bleibt schwierig und die Stimmung in den Unternehmen hat im April mit einem Indexwert von 84,4 Punkten nach Feststellung des Ifo Instituts beim Geschäftsklima-Index den niedrigsten Wert seit Mai 2020 erreicht. Damals hatte der Ausbruch der Pandemie die gesamte Wirtschaft und das gesellschaftliche Leben lahmgelegt. Die bis zu diesem Zeitpunkt gut laufende Globalisierung mit der Produktion an den kostengünstigsten Standorten, reibungslos laufenden Lieferketten und niedrigen Preisen funktionierte nicht mehr. Dass die deutschen Unternehmen die Folgen des Iran-Konflikts mit der Sperrung der Straße von Hormus und der Unterbrechung wichtiger Lieferketten als ähnlich bedrohlich empfinden, wie die Pandemie 2020, ist an dem Stimmungseinbruch im April abzulesen. Die Globalisierung kommt immer wieder an Grenzen.


Der Handelsimmobilien Report Nr. 466

Editorial von Ruth Vierbuchen: Die Kraftstoffpreise, die die Mineralöl-Konzerne den Deutschen ins Osternest gelegt haben, dürften die ohnehin schlechte Verbraucherstimmung noch weiter auf Talfahrt schicken. Die Hoffnung auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft verschiebt sich mit jeder neuen Krise, mit jeder neuen Kriegshandlung weiter in die Zukunft. Und die Gemengelage im Irankrieg bleibt unübersichtlich – nicht zuletzt, weil nicht klar ist, wie stark der Iran tatsächlich ist und wie lange er durchhalten kann. Dass dieser militärische Angriff der Amerikaner und der Israelis ein Einsatz mit sehr vielen Unbekannten ist, war klar. Und dass die massiven Drohungen von US-Präsident Trump, Gegner wie das iranische Regime nicht einschüchtern, war auch klar – egal wie die tatsächliche Lage ist.


Der Handelsimmobilien Report Nr. 465

Editorial von Ruth Vierbuchen: Die Ankündigung der schwarz-roten Bundesregierung, sie werde dafür sorgen, dass die deutsche Wirtschaft wieder wächst, war sehr optimistisch. Entscheidend ist dabei nicht, dass der „Herbst der Reformen“ ausgeblieben ist. Entscheidend ist vielmehr, dass wesentliche Teile der Bundesregierung sich endlich eingestehen, dass es hierzulande gravierende Fehlstrukturen gibt, die ein Anspringen der Konjunktur behindern und die erst einmal beseitigt werden müssen. Die konjunkturellen Probleme wie die Explosion der Öl- und Gaspreise als Folge des Irankonflikts, der Anstieg der Bauzinsen sowie die Erhöhung der Baukosten kommen als konjunkturelle Störfaktoren noch obendrauf. Dabei ist das Ausmaß der Energie-Krise noch nicht einschätzbar.


Der Handelsimmobilien Report Nr. 464

Editorial von Ruth Vierbuchen: Nach langen kalten und dunklen Tagen, Wochen und Monaten werden im März mit dem meteorologischen und dem kalendarischen Frühlingsbeginn auch die Tage wieder spürbar länger. Und manchmal wird es hierzulande auch deutlich wärmer. Aber sicherlich gilt das für die Mittelmeer-Region mit der Glamour-Stadt Cannes, wo sich auch in diesem Jahr wieder etwa 20 000 Entscheidungsträger aus über 90 Ländern um etwa 2 500 Aussteller auf der internationalen Immobilienmesse MIPIM geschart haben, um sich auszutauschen und die Stimmung der anderen Marktakteure auszuloten. Denn auch im „Jahr vier“ nach dem von der Zinswende 2022 ausgelösten Schock in der Immobilienbranche ist die Richtungssuche immer noch nicht abgeschlossen – und die von der Messe mitgebrachten Eindrücke sind entsprechend vielschichtig. Das dürfte je nach Asset-Klasse und Geschäftsgebiet sehr unterschiedlich ausfallen.


Der Handelsimmobilien Report Nr. 463

Editorial von Ruth Vierbuchen: Nach Jahren des Bangens und Hoffens auf einen automatischen Wieder-Aufschwung am deutschen Immobilienmarkt ist im Jahr 2026 vor allem eines sicher: dass in der Wirtschaft das meiste unsicher bleibt. Das zeigt etwa die Reform des Heizungsgesetzes. Sie bringt insofern Klarheit, als dass neue Gasheizungen nicht mehr zu 65% mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Da aber die CO2-Abgaben für Öl und Gas weiter steigen, sodass Heizen immer teurer wird, der „erlösende“ Umstieg auf die mit sehr teurem deutschem Strom betriebenen Wärmepumpen aber kein billigeres Heizen verspricht, bleibt es schwierig, die richtige Entscheidung zu treffen. In dieser allgemeinen Verunsicherung gibt es dennoch Konzepte und Wege, die Stabilität versprechen.